Mi., 5. April 2017: Zwischen Konfrontation und Verstehen – linke Handlungsoptionen gegen Rechts

Linke Politik gegen Diskriminierung bewegt sich oft in einem Spannungsfeld zwischen verschiedenen Polen: Einerseits ist es notwendig, sich einer Politik des ‚Verstehens‘ zu widersetzen, die rechten bzw. diskriminierenden Diskursen viel Raum verschafft. Außerdem sind safer spaces, die einen kritischen Umgang mit Diskriminierung üben und diese weitmöglichst reduzieren, wünschenswert bis bitter nötig. Andererseits kann eine Politik der Abgrenzung und eine Form der Kritik, die sich auf die Suche nach Fehlern konzentriert, abschreckend wirken. Wer nicht bereits politisiert ist, herrschaftskritisch denkt und einen oft harschen Ton auch persönlich aushalten kann, wird davon kaum angesprochen.

Das Konzept der subjektiven Funktionalität diskriminierenden Denkens und Handelns folgt einer anderen Logik: Es verknüpft gesellschaftliche Strukturen und individuelles Handeln in kritischer Absicht. Im Vortrag wird zunächst dieses kritisch-psychologische Konzept vorgestellt. Darauf aufbauend wird nach Anregungen für linkes Handeln gefragt.

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