Mi 26.10.2016; 19:00: Intro 01: No love for the nation

Linksradikal = gegen die Nation – schließlich führt Nationalismus zu einer mörderischen Politik der Ausgrenzung, zu Rassismen und Antisemitismus. Was aber ist eine Nation eigentlich, woher kommt diese politische Idee und wie wirkt sie in den Alltag hinein? Welche Widersprüche kennzeichnen Nationalismen in Österreich? Und wie ist es einzuschätzen, wenn sich manche Rechtsextreme heute von diesem Konzept verabschieden?
Pünktlich zum Nationalfeiertag wollen wir diese und ähnliche Fragen diskutieren. Die Veranstaltung richtet sich ganz besonders an Einsteiger_innen ins Thema.

Di, 18.10.; 19:00: Rechtsextremismus und Rassismus in der Tschechischen Republik

Wie überall in Europa, so haben auch in der Tschechischen Republik rassistische und rechtsextreme Gruppierungen in den letzten Jahren Aufwind erlebt. Neben einer Vielzahl von rassistischen, nationalistischen und emanzipationsfeindlichen Kleinst- und Kleingruppierungen spielen vor allem die “Iniciativa Martina Konvičky” (IMK/ “Martin Konvičkas Initiative”), der “Blok proti islamisaci” (BPI/Block gegen die Islamisierung) in enger Verbindung mit der Partei Usvít (Morgendämmerung) sowie die Bewegung “Svoboda a přímá demokracie” (SPD/Freiheit und direkte Demokratie) eine grosse Rolle. Auch die ununterbrochen anhaltenden Konflikte und Streitigkeiten untereinander führen nicht zu einer Schwächung der rassistischen Kräfte insgesamt – für das notorisch rassistische japanisch-tschechische Stehaufmännchen Tomio Okamura gilt dies ebenso wie für den Käferforscher und selbsternannten “De-Islamisator” Martin Konvička, aber auch diverse andere Protagonist_innen. Wie sich beispielhaft an den Äußerungen und Aktivitäten sowohl des tschechischen Präsidenten Miloš Zeman aber auch des ehemaligen Präsidenten Václav Klaus, der derzeit den Wahlkampfhelfer für die AfD spielt, zeigen lässt, spielen die Inhalte der eher obskur wirkenden Bewegungen, die bisher nicht im Parlament vertreten sind, aber auch ohne ihre Protagonisten eine relevante Rolle in der tschechischen Politik. Neben dem Erstarken der Rechtsextremen im Parlament, kommt es gleichzeitig zu einer zunehmenden Radikalisierung von Nazis auf der Straße, die regelmäßig mit verschiedenen Pegida-Ablegern zusammenarbeiten. Der Vortrag will einen Überblick über die aktuelle Entwicklung des Rechtspopulismus in der Tschechischen Republik geben, wird dabei aber auch diejenigen, die sich dieser in den Weg stellen, nicht völlig aus den Augen verlieren.

Mi 19.10.2016; 19:00: Mobivortrag zum “Europäischen Forum”

Rechte Netzwerke kappen!

Am 29.Oktober wird von den rechtsextremen Medien "Info-Direkt" und "unzensuriert.at" in Linz unter dem Titel "Europäisches Forum" ein Kongress veranstaltet. Unter den Teilnehmenden finden sich sowohl diverse einschlägigen Organisationen, Verlage und Burschenschaften aus dem In- und Ausland wie auch hochrangige FPÖ-Politker_innen. Stattfinden soll das Treffen in den Redoutensälen, Prunksäle die als Veranstaltungsort vom Land Oberösterreich vermietet werden.
Dieses Treffen dient nicht nur der Vernetzung, sondern stellt einen weiteren Versuch der extremen Rechten dar, sich "anschlussfähig" zu präsentieren und ihrer rassistischen Hetze und faschistischen Ideologien einen “feinen Anstrich” zu geben.

Wir wollen an diesem que[e]r Abend einen Überblick über den "Kongress", die Redner_innen und beteiligten Organisationen geben und natürlich auch Updates zu geplanten Protesten in Linz.

"1-Euro Jobs" in Hungary: From Welfare to Workfare State

[EN]


Tue 4th October
18h-20h Bar and Precarity Office open.
Foods, drinks, mutual advice session and organisation

20h Event:
1-Euro Jobs in Hungary: From Welfare to Workfare State
Activists of the Hungarian “Workfare Movement for the Future” talk about their organizing strategies

Germany is well-known as a country of 1-Euro jobs. In Hungary a similar workfare scheme was introduced in 2009 to fight growing unemployment after the 2008 crisis. In 2011 the Orbán-regime expanded, but also reformed this programme with a new law that violated workers’ rights and introduced “forced labor” for the unemployed, creating cheap workforce for the state and for private employers. Opposition and resistance has been on-going since, organized by the Anti-Poverty Network in Hungary.

Precarity Office is pleased to host activists of the Hungarian advocacy group Workfare Movement for the Future who will talk about the compulsory workfare regime in Hungary and their experiences in self-organisation and fighting for the rights of workfare workers since 2012. Until recently 1-Euro jobs are back on the agenda in Austria including the proposal that refugees should be forced to take up underpaid work. Let’s organize.

The talk will be in English and Hungarian, with German translation.

The Workfare Movement for the Future is organized by the Hungarian Anti-Poverty Network.
More infos about their work and the workfare system in Hungary: http://www.mszeh.hu/en/causes/workfare/

@ W23 Kulturzentrum, Wipplingerstrasse 23, 1010 Vienna (down some stairs – not wheelchair accessible per se but please get in touch if we can help with access!)
Precarity Office: precarityoffice.wordpress.com

[DE]


1-Euro-Jobs in Ungarn: Die Zwangsarbeitsfalle
Aktivist*innen der ungarischen “Workfare-Bewegung für die Zukunft” berichten über Organisierungsstaretegien

Deutschland ist als Land der 1-Euro-Jobs bekannt. In Ungarn wurde 2009 ein ähnliches System eingeführt, um die steigende Arbeitslosigkeit nach der Krise in 2008 zu kämpfen. 2011 hat die Orbán-Regierung dieses System gesetzlich verschärft und weiter ausgebaut, so dass es für Arbeitslose mit zwangsarbeitähnlichen Zuständen einhergeht und für Unternehmen und den Staat Billigarbeitskräfte bereitstellt. Seit Beginn regt sich Widerstand, organisiert von dem ungarischen Anti-Armutsnetzwerk.

Wir freuen uns AktivistInnen der Gruppe „Workfare-Bewegung für die Zufunkt“ zu Gast zu haben, die über die Arbeitsbedinugungen und ihre Organisierungsstrategien berichten. Diskutieren wollen wir zusätzlich, die Situation in Österreich, in der 1-Euro-Jobs und Kürzungen der Sozialhilfe rund um Regierungsvorschläge zur „Integration“ von Geflüchteten wieder neuen aufwind bekommen haben. Let’s organize.

Das Gespräch findet auf Englisch und Ungarisch, mit Übersetzung auf Deutsch statt.

Die “Workfare-Bewegung für die Zukunft” ist von dem Anti-Armutsnetzwerk organisiert.
Mehr Infos über ihre Arbeit und über 1-Euro Jobs in Ungarn: http://www.mszeh.hu/en/causes/workfare/


[ES]


Martes 4 de Octubre
18h-20h Bar y Oficina Precaria abiertos
Comida, bebida, asesoramiento mutuo y organización

20h Evento
Trabajos a 1 euro en Hungría: Del Estado del Bienestar al Estado del “Workfare” (trabajos obligatorios para personas desempleadas)
Activistas de la red húngara “Movimiento del Workfare por el futuro” hablan de sus estrategias organizativas

Alemania es bien conocida como un país de trabajos a un euro. En Hungría se introdujo un esquema similar de “Workfare” (trabajos obligatorios para personas desempleadas) en 2009, para combatir el creciente desempleo tras la crisis de 2008. En 2011 en régimen de Orbán extendió, pero también reformó, este programa con una nueva ley que violaba derechos laborales e introdujo el “trabajo forzado” para personas desempleadas, creando una fuerza de trabajo barata para el estado y para empleadores privados. Desde entonces se están dando tanto oposición como resitencia, organizadas por la Red Anti-Pobreza de Hungría.

La Oficina Precaria tiene el placer de acoger a activistas del grupo de apoyo húngaro Movimiento “Workfare” por el Futuro que nos hablarán sobre el régimen obligatorio de trabajo para personas desempleadas y de sus experiencias en auto-organización y lucha por los derechos de las personas trabajadoras en régimen de “workfare” desde 2012. Desde hace poco los trabajos a un euro han vuelto a la agenda política en Austria incluyendo la propuesta de que las personas refugiadas deberían ser obligadas a tomar empleos no retribuidos. Organicémonos.

La charla será en inglés y húngaro, con traducción al alemán.

El Movimiento “Workfare” por el Futuro está organizado por la Red Húngara Antipobreza
Más información sobre su trabajo y sobre el sistema “workfare” en Hungría:
www.mszeh.hu/en/causes/workfare/

@ W23 Kulturzentrum, Wipplingerstrasse 23, 1010 Vienna (hay que bajar algunas escaleras – no en si accesible para sillas de ruedas pero por favor ¡contáctanos si podemos ayudar con el acceso!)

Oficina Precaria: precarityoffice.wordpress.com