Di, 26.01. 18:00 Männerbund, Mensur und Antifeminismus

Das ra.wohnzimmer findet diesmal am 26.1. statt. Um 18:00 starten Vortrag und Diskussion zu Männerbund, Mensur und Antifeminismus bei deutschnationalen Burschenschaften.


Männerbund, Mensur und Antifeminismus

Deutschnationale Burschenschafter fungieren in Österreich sowohl als Sammelbecken für parteiförmig organisierte Rechtsextreme (FPÖ Funktionäre) als auch als Anhänger der militanten Neonazi-Szene und sichern sich durch ihre Männerseilschaften Einfluss, Posten und Privilegien. Die burschenschaftliche Organisation selbst baut dabei auf einer Trias auf, deren Säulen ideologisch aufeinander bezogen und zutiefst antifeministisch und sexistisch konzeptioniert sind.

Neben dem völkischen Nationalismus und dem männerbündischen Prinzip vervollständigen Brauchtumsformen wie das in burschenschaftlichen Kreisen kultivierte Mensurwesen diese Trias. So dient der Männerbund und die dahinter stehenden Vorstellungen biologistisch argumentierter Geschlechterdifferenz als sexistisches Ordnungskonzept, das die vermeintlich "natürliche" Geschlechtertrennung und zwischenmenschliche Beziehungen im Allgemeinen regelt.

Auch die ideologische wie auch politische, antifeministische Agenda deutschnationaler Burschenschaftern zielt nicht selten auf die Renaturalisierung, also die "Wiederherstellung" einer vermeintlich "natürlichen" Geschlechterordnung ab. Dieses strikt duale Geschlechtermodell erfüllt dabei bestimmte Funktionen, wie beispielsweise Einflüsse von vermeintlicher Weiblichkeit aus der Sphäre des Politischen, des Männerbundes oder auch der Gesellschaft fernzuhalten.

Im Vortrag von Judith Goetz und in der anschließenden Diskussion soll der burschenschaftliche Antifeminismus vor dem Hintergrund der Prinzipien des Männerbundes und dem Wesen der Mensur näher beleuchtet werden.

Mi, 27.01. 19:00 #nowkr

Wir halten uns diesen que[e]r Abend frei um flexibler auf etwaigen Bedarf rund um #nowkr Proteste eingehen zu können. Ankündigung zur konkreten Veranstaltung gibts dann auf diversen online Kanälen. 

stay tuned!

Mi, 20.01. 19:00 fiber_feminismus

Seit 2002 beschäftigt sich das Medienprojekt fiber.werkstoff für feminismus und popkultur mit Genderkonstruktionen, (Queer-)Feminismus und Popkultur. Nach 24 Heftausgaben wurde im Dezember 2015 das erste Buch, der Sammelband fiber_feminismus beim Wiener Verlag zaglossus herausgegeben. Das Buch vereint die Best-Offs der vergangenen 13 Jahre, neu kommentiert aus heutiger Sicht, sowie eine Vielzahl neuer Artikel. Die Buchpräsentation bietet Einblicke in den Entstehungsprozess des Buches und Vorstellung von einigen Beiträgen durch die Herausgeber_innen und Autor_innen. Wir wollen mit euch diskutieren, was sich in den letzten Jahren geändert hat und was weiterhin aktuell ist. Weiters soll kritisch hinterfragt werden, was bislang nicht thematisiert wurde.

Buchpräsentation und Diskussion

Präsentation ist auf Deutsch, Flüsterübersetzung Englisch-Deutsch, sowie ÖGS Dolemtsch auf Anfrage.

Mi, 13.01. 19:00 Nicht-Kommerzialität als antikapitalistische Praxis


In den letzten Jahren sind in der emanzipatorischen Linken etliche Versuche entstanden, (Re-)Produktion und Vermittlung von Dingen und Tätigkeiten bedürfnisorientiert, ohne Tausch oder Kauf zu organisieren. Die Broschüre "Ich tausch nicht mehr - ich will mein Leben zurück" setzt sich damit auseinander. 
Wir haben einige Autor_innen aus der Broschüre eingeladen, ihre Erfahrungen mit und Perspektiven auf Nicht-Kommerzialität mit uns zu teilen und gemeinsam über das gesellschaftsverändernde Potential von nichtkommerziellen Projekten zu diskutieren.

Broschürenpräsentation und Diskussion