6.11.: Kampf um Kobanê

Buchvorstellung mit dem Hrsg. Ismail Küpeli

am 6.11.. um 19 Uhr
 
Der Kampf um Kobanê und Rojava ist eine zentrale Auseinandersetzung im Nahen und Mittleren Osten. Der Konflikt bietet Anlass, zentrale politische Auseinandersetzungen neu aufzugreifen

Im September 2014, begann der "Islamische Staat" (IS) den Angriff auf die kleine Grenzstadt Kobanê in Rojava/Nordsyrien. Nachdem aber Kobanê entgegen der Erwartungen nicht in kurzer Zeit fiel und die PKK-nahen kurdischen Kämpfer_innen die Stadt halten konnten, wurde die Weltöffentlichkeit auf den Konflikt aufmerksam. Einige Wochen lang wurde hastig berichtet, emotional bewegende Bilder wurden eingefangen und herumgereicht - nur um sich nach kurzer Zeit dem nächsten Konfliktherd zuzuwenden.

Der Kampf um Kobanê und Rojava ist eine zentrale Auseinandersetzung im Nahen und Mittleren Osten, in der alle relevanten Akteure auf die eine oder andere Weise involviert sind. Kobanê wird weiterhin die politischen Ereignisse in der Region prägen - sowohl den "Friedensprozess" zwischen der Türkei und der PKK als auch den Büger_innenkrieg in Syrien. Der Konflikt bietet Anlass, zentrale politische Auseinandersetzungen neu aufzugreifen - wie etwa die Frage nach Gewalt als Mittel der Politik und nach dem Entwurf einer neuen Gesellschaftsordnung. Anders gesagt: Lässt sich eine basisdemokratische Gesellschaft durch Krieg verteidigen oder ist eine militärische Auseinandersetzung der Tod für jegliches emanzipatorische Projekt?


Buchpräsentation mit Ismail Küpeli, Herausgeber des Sammelbands "Kampf um Kobanê, Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens", wird die Beiträge über die Situation in Rojava, die politische Lage in der Türkei, den blutigen Bürger_innenkrieg in Syrien und den "Islamischen Staat" darstellen und die Überlegungen der Autor_innen zur Diskussion stellen.

Ismail Küpeli (Hg.): Kampf um Kobanê. Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens. Ed. Assemblage, 2015

So., 11.10. Es ist Wien-Wahl ...

... und wer will schon alleine die Hochrechnungen und das Politiker_innen-Gequatsche sehen? Wird sich das Motto "schlimmer gehts immer" bewahrheiten? Bleibt in Stenzeltown alles beim alten, oder werden wir in Tingeltangel versinken? Welche rassistische Hetze kommt besser bei den Wähler_innen an? Der Rassismus "a la Carte" der ÖVP? Oder doch gleich die unverholeneren "mit dem Knüppel" Drohungen der FPÖ? Wird die SPÖ sowohl für rot/blau als auch als "Bollwerk" gegen die FPÖ gewählt? Wieviele Stimmen fährt der "augenzwinkernde" Partriotismus der Grünen ein? "Heimat im Herzen", oder wie wir sagen "Scheiße im Hirn", scheint überhaupt das Motto dieses Wahlkampfs gewesen zu sein. Von Posterboys über Taferlgates und NS-Parolen als Wahlaufrufe war nun wirlich alles dabei.

Was mensch sich von Parteipolitik zu erwarten hat, brauchen wir wohl nicht weiter auszuführen. Der Wahlnachmittag/-abend verspricht auf jeden Fall Bullshitting auf höchstem Niveau. Alleine schwerst verdaulich, deswegen schauen wir den Mist gemeinsam! Dazu werden formidable Schirmchendrinks und Leckerein gereicht.

Die wahrscheinlich einzige gute Nachricht an diesem Abend ist, dass dann ein Ende der unerträglichen Wahlplakate in Sicht ist. Ein Abend voller Suspense und garantiert ohne "Happy End" - aber wenigstens gemeinsam!

Wann: Sonntag 11.10.2015 // Beginn: 15:30 

P.S.: Falls noch wer rechtzeitig eine Revolution für eine befreite emanzipatorische Gesellschaft startet, wir sagen den Termin auch gerne kurzfristig ab ;)

Mi., 28.10. 19:00 Rote Horizonte - Kritische Analyse des Partisan_innenfilms

Der jugoslawische Partisan_innenfilm erreichte seine Blüte Ende der 60er Jahre. Kein anderes Land hat den nationalen Befreiungskampf in so viele Genres übersetzt, spezielle Autor_innen-Praktiken angewandt und das Thema aus so vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Die Filme, die den Widerstand der Partisan_innen thematisierten, durchliefen ab den 1980er Jahren eine Umdeutung und Abwertung.

Präsentation und Diskussion mit Vedrana Madžar, Kuratorin und Filmschaffende aus Berlin.

Mi., 21.10. 19:00 Jugoslawien: Die Linke im Krieg

Nach dem Zusammenbruch des „realen Sozialismus“ gerieten emanzipatorische Bewegungen in eine Krise. Die Ursache war nicht die verlorene Sowjetunion, die für die meisten Linken nie eine Alternative war, sondern die Kriege des kapitalistischen Westens. So auch gegen „die Serben“ unter ihrem Diktator Slobodan Milošević. Der Krieg ist 15 Jahre vorbei. Es ist jetzt eher möglich, den Blickwinkel beider Seiten zu berücksichtigen und die Positionen der damaligen Linken zu diskutieren.

Vortrag und Diskussion mit Robert Foltin aus Wien.

Mi., 14.10. 19:00 Überwachungstaat ahoi?!

Am 13. und 15. Oktober soll das neue Staatsschutzgesetz beschlossen werden. Geplant sind eine Vielzahl an erweiterten Ermittlungsbefugnissen. Überwachungsmaßnahmen ohne richterliche Kontrolle, die Einrichtung von zehn Inlandsgeheimdiensten sowie die Legalisierung von schrankenloser Internetüberwachung und der Einsatz von bezahlten Spitzeln sollen eingeführt werden. Der Überwachungsstaat bringt sich in Position. Wir wollen an diesem Abend besprechen was das neue Gesetz umfasst und was es bedeutet.

Gemeinsamer Info Austausch und Diskussion.

Sa., 17.10: 15 Jahre Bibliothek von unten Fest



Jubiläumsfest im EKH (1100 Wien, Wielandgasse 2-4)

mit Kommando Elefant


Auflegerei, Cocktails, Versteigerung ...

Solibeitrag: 5€

Fr., 2.10.: "Wieder ein Buch fertig" Umtrunk

am 2.10.2015 ab 20 Uhr

mit unserem Lieblingsautor* Robert Foltin

und Fiaker Fiasko ab 20.30 Uhr



ab 21.30 Uhr: das Publikum entscheidet. Entweder:

Buchvorstellung (kurz) „Autonome Theorien“
oder Lesung aus Die Rote Garde , der Fortsetzung des Romans „Herbst 1918

Mi., 7.10. 19:00 Refugees Welcome!


Während sich immer mehr Menschen für Rechte von Geflüchteten einsetzen, reagiert die Politik mit erneuten Asylrechtsverschärfungen und der weiteren Aufrüstung der Festung Europa. Gerechtfertigt wird dies wie gewohnt mit rassistischen und nationalistischen Scheinargumenten, die längst im Alltag vieler angekommen sind. Leider beschränkt sich Aktivismus momentan oft auf das Reagieren der sich durch geplante Eskalationen der Regierenden ständig wechselnden Situationen. Dadurch fehlen Ressourcen für notwendige Analysen und Kritik der aktuellen Entwicklungen, sowie der eigenen und kollektiven Handlungen.


Gemeinsam mit Aktivist*innen von freedomnotfrontex:vienna wollen wir an diesem Abend über mögliche Handlungsmöglichkeiten, Einschätzungen und Perspektiven antirassistischer und linksradikaler Praxis diskutieren.