Mittwoch, 23. April; 20:00: Geschichtsverklärung und antifaschistischer Protest

In der DDR wurde Dresdens Bombardierung zum Motiv staatlicher Agitation gegen den "Westen", aber auch zum Thema der sich formierenden Friedensbewegung. Seit die Junge Landsmannschaft Ostpreußen 1999 den ersten Naziaufmarsch zum 13. Februar als "Opfergedenken" abhielt, entwickelten sich die jährlichen Aufmärsche zu einem der grössten Treffen der deutschen und europäischen Rechten. Die Dokumentation verdeutlicht die langwierige Entwicklung des antifaschistischen Protests und die kontroverse Auseinandersetzung mit der Bombardierung Dresdens.
In Anwesenheit einer Expertin
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Mittwoch, 16. April; 20:00: Aus 38ern mach 48er

Zur Burschenschaftlichen Selbstdarstellung als "Demokraten der ersten Stunde"
Die Veranstaltung widmet sich geschichtspolitischen Interventionen völkischer Studentenverbindungen in Österreich. Schwerpunktmäßig werden die Versuche behandelt, unter Rückgriff auf lichtere Momente burschenschaftlicher Geschichte (namentlich die bürgerliche "Revolution" von 1848) die eigene Involvierung in den Nationalsozialismus und in rechtsextreme Umtriebe bis heute in den Hintergrund zu drängen

Mittwoch, 9. April; 20:00: dérive Heftpräsentation: Austerity Urbanism

Teil 3 der "Recht auf Stadt"-Reihe im Rahmen von das que[e]r
Als Grundlage jedes wirtschaftlichen Handelns ist Knappheit die notwendige Ausgangslage, auf der sich gegenwärtige Politik entfaltet. Diese Politik, die entlang von Knappheit und Austerität denkt, ist zudem bemüht, das Versagen bestehender Regierungsformen durch angebliche Misswirtschaft und Verschwendung zu beweisen.

Mittwoch, 2. April; 20:00: Gedenkjahr 1914 – 2014 revisited: Der Genozid an den Armenier_innen

Film, USA 2006 The Armenian Genocide_, 60 min. in Englisch

Im aktuellen Gedenkjahr zum hundertjährigen Ausbruch des 1. Weltkrieges, findet sich auf offiziellen Gedenkveranstaltungen und in Zeitungsfeuilletons kaum eine Erwähnung des Genozids an den Armenier_innen.

Tue, 1st April, 20 h: Precarity Office VII: What's Left in Europe?

Ab 18h: Bar & Precarity Office geöffnet - Planen & Beraten, Essen & Plaudern. Ab 20h: What's Left in Europe? Diskussion. 23h: Sperrstunde. http://precarityoffice.wordpress.com/
What's Left in Europe? Präsentation und Diskussion zur EU Wahlen und zu linken Parteien im Fokus. Die EU-Wahlen stehen vor der Tür. Wir laden zu einem Diskussionsabend mit Kurzpräsentationen zur Situation in verschiedenen EU-Ländern. Im Zentrum stehen dabei die unterschiedlichen, mehr oder weniger linken Parteien in Österreich, Griechenland, Spanien, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Dänemark, Frankreich und Spanien. 

Mittwoch 26.3.2014; 20:00: One solution - Care Revolution?

Care- und Reproduktionsarbeit gewinnt gerade in Krisenzeiten zunehmend an Bedeutung. In diesem Workshop wird es darum gehen gemeinsam zu erarbeiten, was Care-Arbeit eigentlich ist, wo uns diese häufig unsichtbare Seite von Arbeit in unserem Alltag beschäftigt und wie sie organisiert wird. Ziel ist es erste Ansatzpunkte und Alternativen linker Praxis und Intervention zu finden: Welche Beispiele kennen wir aus unserem Alltag, wo Care jenseits von Staat und Kapital organisiert wird? Wie können wir selbst aktiv werden?

Aktivist*innen der AG Care in der Interventionistischen Linken Wien berichten von der „Care Revolution“-Konferenz in Berlin

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Mittwoch 19.3.2104; 20:00: Rotlicht statt Blaulicht

Teil 2 der "Recht auf Stadt"-Reihe im Rahmen von das que[e]r

Mit dem Prostitutionsgesetz 2011 und den dazu erlassenen Verordnungen, wurden die Arbeits- und Lebensbedingungen von Sexarbeiterinnen in Wien massiv verändert, mithin verschlechtert. Gegen diese Tendenz und gegen die Einsätze der Exekutive gegen den Straßenstrich im Stuwerviertel, die dazu führten, dass die Exekutive mittels sexistischem und rassistischem Blick alle Frauen im Viertel kontrollierte und bei Bedarf als Prostituierte identifizierte, formierte sich 2013 die Initiative "Rotlicht satt Blaulicht". Wir wollen diese Initiative als Selbsthilfeinitiative von Betroffenen und Unterstützerinnen vorstellen.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem PrekärCafé statt.

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Mittwoch 12.3.2014; 20:00: Migration muss entkriminalisiert werden!

Im Sommer 2013 wurden in Wien mehrere Wohnungen durchsucht und 8 Personen verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, Teil einer kriminellen Schleppervereinigung zu sein. Die Betroffenen, von denen einige in der Refugee-Bewegung aktiv waren, sitzen seit Anfang August aufgrund der absurden Vorwürfe der Exekutive in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen wurden von zwei SOKOs geführt, die seit Anfang 2013 "im Einsatz gegen Schlepperei" sind. Die zwei seit Anfang 2013 ermittelnden SOKOs bedienten sich üblicher Überwachungsmethoden gegen politischen Aktivismus: Telefonüberwachung, Anforderung von Vorratsdaten, Personenobservation & Hausdurchsuchungen. Im Falle einer Verurteilung wegen behördlich konstruierter "gewerbsmäßiger Schlepperei im Rahmen einer kriminellen Vereinigung" droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.

Mit dem Schleppereiparagraphen (§114 FPG) wird die für viele Menschen einzige Möglichkeit Grenzen zu überschreiten kriminalisiert, nämlich mit Hilfe von unterstützenden Personen, die als Schlepper_innen diffamiert werden sollen. Das Problem ist nicht sogenannte ‘Schlepperei’ sondern Grenzen und die Beschränkung der Bewegungsfreiheit auf eine kleine privilegierte Gruppe.

Informationsveranstaltung und Mobilisierung für den ersten Prozess-Termin am 17. März!

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Montag 10.3.2014; 19:00: Frauen*solidarität "Maskulinismus"

Präsentation der Zeitschrift Frauen*solidarität 127 (1/2014) zum Themenschwerpunkt "Maskulinismus". Podiumsdiskussion mit Autorinnen der Zeitschrift.

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7. März 2014: "Der Typus der kämpfenden Frau"

"Der Typus der kämpfenden Frau" Frauen schreiben über Frauen in der Arbeiter-Zeitung von 1900-1933
Buchpräsentation mit der Herausgeberin Eva Geber am 7. März 2014 um 20 Uhr

Frauenportraits in der Arbeiter-Zeitung: Adelheid Popp beschreibt Lily Braun als »vorbildlichen Typus der kämpfenden Frau«, Therese Schlesinger schildert Rosa Luxemburgs frühen »genialen Einblick in die Triebkräfte der Weltpolitik«, Marianne Pollak bewundert an George Sand die Intensität ihres Lebens, Emma Adler erzählt beeindruckt, doch nicht kritiklos, von der schillernden Gestalt Olympe de Gouges. Frauen der Sozialdemokratie würdigten Frauenleistung und -werk, verfassten Rezensionen und Nachrufe, differenziert und mit Respekt berichteten sie von Engagement, Arbeit und Leben der Vorkämpferinnen und Mitstreiterinnen. Die Beiträge haben jene Qualität, für die die Arbeiter- Zeitung als beste in der k&k-Monarchie gewürdigt wurde.

Eva Geber gibt hier eine Sammlung von Beiträgen heraus, die zwischen 1900 und 1933 in der Arbeiter- Zeitung erschienen sind. Ihre biographischen Skizzen der Autorinnen sowie der portraitierten Frauen veranschaulichen deren soziales, politisches oder wissenschaftliches Umfeld. Akribisch und mit Empathie folgt sie dem politischen Kampf von Frauen um 1900 und erläutert den historisch-gesellschaftlichen Hintergrund.(Text: Mandelbaum Verlag





Eva Geber (Hg.in): "Der Typus der kämpfenden Frau". Frauen schreiben über Frauen in der Arbeiter-Zeitung von 1900-1933. Mandelbaum Verl., 2013

Mittwoch, 5.3.2014; 20:00: "... wir sind viele!"

Lesung von lustigen und ernsthaften Texten zum 8. März

Seit mehr als hundert Jahren gibt es den Internationale Frauentag im März, den die autonome Frauenbewegung in den späten 1970er Jahren für sich entdeckte und zu einem Fixpunkt im feministischen Kalender machte. Das que[e]r stimmt sich heuer mit einer Lesung quer durch den Gemüsegarten feministischer und massenmedialer Textproduktion auf den 8. März ein. Danach gibt es Raum für Frauen* für die Demovorbereitung – bring your feminist Bezugsgruppe!

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Di, 4. März 2014: Precarity Office VI & Input/Filmscreening

Ab 18h: Bar & Precarity Office geöffnet - Planen & Beraten, Essen & Plaudern
Ab 20h: "Abtreibung - ein kontinuierliches Kampffeld", "Abortion - a continuous field of struggle", Input zur geplanten Verschärfung des Abtreibungsgesetzes in Spanien und Filmscreening
Please scroll down for [ES] and [EN] versions.

Kurz vor dem Internationalen Frauentag veranstaltet das PrekärCafé zusammen mit dem Precarity Office ein Filmscreening mit kurzem Input rund um ein zentrales Thema von Frauenbewegungen weltweit: Abtreibung. Im globalen Norden erscheint das Recht auf Abtreibung auf Verlangen der Frau, mit einigen Ausnahmen, als legalisierte "Normalität". Das geplante Abtreibungsgesetz in Spanien sieht nun eine erneute Kriminalisierung von Abtreibung vor und zeigt auf, dass die Selbstbestimmung von Frauen über ihre Körper weiterhin umkämpft ist. Ein kurzer Input zu den Entwicklungen im Kampf gegen die Verschärfungen des Abtreibungsrechts in Spanien sowie ein Spielfilm zum Thema zeigen verschiedene Perspektiven zu dieser Problematik auf. Der Input wird auf Englisch gehalten, der Film ist auf Rumänisch mit englischen Untertiteln. Flüsterübersetzung ist auf Wunsch möglich.

Poco antes del día Internacional de la Mujer el Prekär Café, junto con la Oficina Precaria, organiza la proyección de una película con una pequeña introducción acerca de un tema central para los movimientos feministas en todo el mundo: el aborto. En el norte en general, pareciera que el derecho al aborto a petición de la mujer, con algunas excepciones, es algo normal y legal. La reforma de la ley del aborto propuesta en España prevé nuevamente la criminalización del aborto y muestra que la autodeterminación de las mujeres sobre su cuerpo todavía se disputa. Una corta introducción sobre la evolución de la actual lucha contra el endurecimiento de la ley del aborto en España, así como una película muestran diferentes aspectos de esta problemática. La introducción se hará en inglés, la película es en rumano con subtítulos en inglés. Traducciones disponibles bajo petición.

Just before the International Women's Day the PrekärCafé together with the Precarity Office organizes a film screening including a short input on one of the central topics of women's movements worldwide: Abortion. In countries of the global north, the right on abortion on women's demand appears to be a legalized "normality", with some exceptions. Yet, the proposed new-coming law on abortion in Spain involves a renewed criminalization of abortion, showing that women's self-determination on their bodies is still contested. A short input on the unfolding resistance against the aggravation of the abortion law in Spain as well as a feature film  shall offer different perspectives regarding this issue. The input will be held in English, the movie is in Romanian with English subtitles. Whisper translation will be provided.
https://precarityoffice.wordpress.com/