Donnerstag, 5. Juni; 19:00: „Alte männlich kodierte Werte und Homophobie im Fußball und seinen Fanszenen“

Vortrag und Diskussion Hitzlsperger hatte sein Coming Out, der DFB hat eine umfassende Broschuere zur Förderung von Coming Outs vorgelegt, LGBT-Fanclubzahlen steigen, auch mehrere Ultragruppen äußern sich mehrfach unterstütztend. Bröckelt das Fußball-Tabu Homosexualität oder erleben wir nur eine Modernisierung von heterosexueller Maskulinität? Dembowski zeichnet zunächst nach, wie Fans, Betroffenengruppen, NGOs und einzelne Akteure in Vereinen und Verbänden sich gegen Homophobie stark machten. Es wird eingeordnet, wie Homophobie als extreme Technik "hegemonialer Männlichkeit" im Fußball funktioniert. Heterosexismus und Homophobie sind einige extreme Ausformungen, wenn es um eine aggressive Formation von "Wir" und "Die Anderen" geht. Dahinter stehen althergebrachte Muster von Männlichkeit, Überlegenheitsdenken und autoritärem Denken. Waehrend sich das "Wir" und "Die Anderen" im Fußball nicht auflösen lässt, kommt es darauf an, Fußball als Freiraum für Jugendkulturen u.a. sozial inklusiv zu füllen. Wie das gehen kann, könnte gemeinsam diskutiert werden.