Mittwoch, 08.01.2014; 20:00: Alles für alle!

Zapatismus zwischen Sozialtheorie, Pop und Pentagon

Für ein Leben ohne Armut, Rassismus und Neoliberalismus – die Anliegen, die vor zwanzig Jahren in den Aufstand der Zapatistas im Süden Mexikos mündeten, sind nach wie vor dringlich. Zwei Jahrzehnte nach der Erhebung der Zapatistischen Befreiungsarmee (EZLN) am 1. Januar 1994 ist es allerdings still geworden um den Zapatismus. Während basisdemokratische Organisierung und Widerstand in den autonomen Gemeinden nach wie vor gelebt werden, scheint der zapatistische Einfluss auf die Linke und die sozialen Bewegungen in Mexiko wie auch weltweit deutlich geschwunden zu sein. Dieser Eindruck drängt sich im Vergleich zu den 1990er Jahren und angesichts des Schwächelns der globalisierungskritischen Bewegung jedenfalls auf.

Jenseits der aktuellen Tagespolitik hat der zapatistische Aufstand allerdings Effekte gezeitigt, die sich auf ganz anderen Feldern abspielen als auf jenen in den südmexikanischen Bergen. Das zapatistische Politikverständnis hat sich in die entwicklungspolitische Diskussion ebenso eingeschrieben wie in die Forschungen zu sozialen Bewegungen. Selbst in den Auftragsstudien des Pentagon ist es zu finden.

Der Vortrag von Jens Kastner leitet ein in die Geschichte und "Theorie" der zapatistischen Bewegung und diskutiert Aspekte ihrer transnationalen Rezeption.

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Mittwoch, 18.12.2013; 20:00: … und sie bewegen sich doch?

Gewerkschaften und Migration

"Schutz der einheimischen Arbeitnehmer*innen vor den zugewanderten" – auf dieses simple Prinzip bringt der Migrationsforscher August Gächter die Politik österreichischer Gewerkschaften gegenüber Migrant*innen: Anstatt die Rechte aller Lohnabhängigen zu verteidigen, wurden vielfach Interessen der "einen" auf Kosten der "anderen" vertreten. Inwiefern in den letzten Jahrzehnten auch alternative Handlungsprinzipien wirkmächtig wurden – und warum Gewerkschaften hierzulande in den Kämpfen der Migration und des Antirassismus dennoch eine unterstützende Rolle spielen (könnten), soll an diesem Abend diskutiert werden.

Vortrag und Diskussion mit Markus Griesser und Sandra Stern (Prekär Café/Verband zur gewerkschaftlichen Unterstützung undokumentiert Arbeitender)

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Mittwoch, 11.12.2013; 19:00: Präsentation der Frauen*solidarität

Nr. 126: "Liebe, Sex & Wirklichkeit"

Die Zeitschrift Frauen*solidarität informiert über Frauen*rechte, Frauen*bewegungen und Frauen*kultur in den Ländern des Südens und reflektiert das Nord-Süd-Verhältnis aus feministischer Sicht. Die nächste Ausgabe Nr. 126 dreht sich um das Thema “Liebe, Sex und Wirklichkeit” und beinhaltet Interviews und Texte von/mit Frauen* aus unterschiedlichen Teilen der Welt, die sich mit verschiedenen feministischen Zugängen zu Sexualität, Herrschaft und Begehren beschäftigen.

Präsentation und Gespräch mit den Künstler*innen Asoo Khanmohammadi und Julischka Stengele und der Medienwissenschaftler*in Doris Posch. Zu sehen sind außerdem Fotografien aus der Ausstellung "Das künstliche Geschlecht" von Asoo Khanmohammadi.

Moderation: Jule Fischer (Redaktion Frauen*solidarität)

Achtung: Ausnahmsweise Veranstaltungsbeginn um 19 Uhr!

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