Dienstag, 2. Juli, 20 Uhr: Solidarisch Kämpfen #3: "Selbst-Organisation" - Über gewerkschaftliches Tätigsein jenseits von Gewerkschaften

Aufbauend auf die Diskussion des Vormonats fragen wir im Juli danach, welche Bedeutung die Selbstorganisierung im Rahmen von Arbeitskämfen in der Prekarisierung erlangt. Insbesondere wenn etablierte Gewerkschaften ihre Unterstützung nicht oder nur dann geben, wenn sie unter öffentlichen Druck geraten, stellt sich die Frage der Organisationsmacht neu. Jüngere Streik- und Arbeitskampf-Beispiele zeigen, dass selbstorganisierte Unterstützer*innengruppen oder Soli-Kreise die Selbstorganisation der Arbeitskämpfenden sinnvoll ergänzen können. 

Im Juli haben wir zwei Aktivisten aus Hamburg zu Gast im PrekärCafe, die als Mitglieder eines Solikreises den bereits seit Herbst 2012 andauernden Streik der Neupack-Arbeiter*innen unterstützen. In dem tarifvertragsfreien Unternehmen wird (u.a.) um Mindestlöhne und Urlaubsgeld gekämpft. Dabei werden Fragen diskutiert wie: Welche Rolle können und sollen Unterstützer*innen spielen und welche sollten sie lieber vermeiden? Welche Kampfmethoden stehen Unterstützer*innen zur Verfügung und wie können sie die Selbstorganisation der Streikenden sinnvoll ergänzen?

http://solikreis.blogsport.de/ 


Solidarisch Kämpfen
Prekäre Organisierungsrealitäten
Eine Themenreihe des PrekärCafé 
In Kooperation mit der Initiative Abfallberatung Wien, 
der Konsequente Interessenvertretung/Unabhängige GewerkschafterInnen (KIV/UG) &
Aktivisten aus Hamburg

Mittwoch, 26. Juni 2013: das que[e]r season finale

Auch die 15. que[e]r-Saison geht einmal zu Ende und muss gebührend gefeiert werden. Bevor wir in die Sommerpause gehen, wollen wir mit einer Party abschließen. Zu bieten haben wir Leckereien in flüssiger und fester Form, Bullshit-Bingo und weitere Überraschungen. Bevor Anfang Oktober die nächste Saison beginnt wird am 7. Juli (So., 18h) die aktuelle Saison nachbesprochen und erste Vorbereitungen für die neue Saison getroffen. Ganz im Zeichen der nächsten Saison wird unser Treffen am 1. September (So., 18h) sein. Zu beiden sind Kritik, Vorschläge, Enthusiasmus und neue Ideen und Menschen herzlichst eingeladen!

Party! Infos zu Barrieren beim Zugang zur W23

Mittwoch, 19.Juni 2013: Tschechien: Antiziganismus und Strategien dagegen

Teils gewaltsam demonstrierten im Herbst 2011 in Nordböhmen hunderte organisierte Neonazis zusammen mit “ganz normalen Bürgern” Woche für Woche gegen mehrheitlich von Roma bewohnte Häuserblocks. Es scheint, also könnte sich dieses Szenario in diesen Wochen in der Kleinstadt Duchcov wiederholen. Wieder sind es “anständige Bürger”, die zusammen mit Neonazis gegen die Roma auf die Strasse gehen. Möglich gemacht wird dies durch den oft als normal hingenommen alltäglichen Rassismus, der Roma als “Sozialschmarotzer” und der Mehrheitsgesellschaft “unanpassbar” ansieht. In unserer Präsentation möchten wir über den heutigen Antiziganismus und seine lange Tradition in den tschechischen Ländern sprechen und mit Euch Strategien gegen Romafeindlichkeit diskutieren.

Diskussions- und Infoveranstaltung mit AktivistInnen der Iniciativa NE Rasismu!

Infos zu Barrieren beim Zugang zur W23

Mittwoch, 12. Juni 2013: Schlaglichter auf die Geschichte von Erwerbslosenprotesten in Österreich

Im Rahmen des internationalen Kampftags gegen die Arbeitslosigkeit versammelten sich am 6. März 1930 auch auf den Straßen Wiens Erwerbslose und ihre Unterstützer_innen. In die Geschichte hiesiger Erwerbslosenproteste ging die “Demonstration der 10.000”, wie die Rote Fahne titelte, als ein seiner öffentlichen Sichtbarkeit wegen bedeutendes Ereignis ein. Einige Kapitel besagter – ansonsten eher im Verborgenen liegenden – Geschichte sollen an diesem Abend im que[e]r schlaglichtartig rekapituliert und mit Fokus auf die Krise der Zwischenkriegszeit bzw. jene der Gegenwart diskutiert werden.

Vortrag und Diskussion

Infos zu Barrieren beim Zugang zur W23

Mittwoch, 5. Juni 2013: Six months of refugee protest

The current state of the struggle
In November 2012 refugees marched from Traiskirchen to Vienna to protest against the situation in the Lager and the asylum system in general. Now, after six months, there are still no solutions to the problems in sight. Many of the protesting refugees got a negative asylum decision and threatened by deportation.
Some of the refugees will come to discuss about the current situation and how to continue.

Input and discussion in English

Infos zu Barrieren beim Zugang zur W23

Dienstag, 11. Juni, 20 Uhr: Solidarisch Kämpfen #2: "Kämpfen mit Gewerkschaften" - Über gewerkschaftliches Tätigsein mit Gewerkschaften

Im Rahmen von Arbeitskämpfen in der Prekarisierung gibt es oft zwei Lesarten von "Kämpfen mit Gewerkschaften". Einerseits sind sie Bündnispartnerinnen, andererseits werden sie manchmal auch selbst zum Kampffeld, wenn die Vertretung von Interessen anders gelagert ist als bei sogenannten Normalarbeitsverhältnissen - und wenn daher die Unterstützung seitens der Gewerkschaften mit weniger Verbindlichkeit oder gar nicht vorhanden ist. Besagte Unterstützung muss daher oft ebenso erkämpft werden wie die Erfüllung bestehender Ansprüche seitens der Arbeitgeber. In dieser paradoxen Situation stellen sich Fragen wie die Folgenden: Ist es überhaupt sinnvoll, sich in prekären Arbeitskämpfen an die etablierten Gewerkschaften zu wenden? Und wenn ja: Mit welcher Erwartungshaltung sollte man das verbinden? Was sollte man sich von ihnen (nicht) erhoffen? Im Juni (ausnahmsweise am 2. statt am 1. Dienstag im Monat) haben wir daher die Abfallberater*innen Wiens eingeladen, um über die ambivalente Rolle zu diskutieren, die Gewerkschaften (bzw. Gewerkschafter*innen) in ihrem Arbeitskampf bisher gespielt haben. Als Diskutantin haben wir auch Christine Rudolf (Gewerkschafterin und Vertreterin der KIV/UG) zu Gast, die die Abfallberater*innen - neben anderen Unterstützer*innen - von Anfang an mit begleitet hat.

http://www.abfallberatung.prekaer.at/
http://www.kiv.at

Solidarisch Kämpfen
Prekäre Organisierungsrealitäten
Eine Themenreihe des PrekärCafé 
In Kooperation mit der Initiative Abfallberatung Wien, 
der Konsequente Interessenvertretung/Unabhängige GewerkschafterInnen (KIV/UG) & Aktivisten aus Hamburg

Mittwoch, 29. Mai 2013: Queer china

Movie Screening
Once a common term in Maoist China, "Comrade" (Tongzhi) fell out of favor during economic reforms. At the same time, "comrade" has become a slang term that refers to LGBTIQ people in China. We show a movie that traces the LGBTIQ struggle in China over the last three decades with interviews of 30 activists of the LGBTIQ community. The result is a documentary that shows the changing situation for LGBTIQ people in China with regards to legal situation, genderpolitics, economy, (de-)pathologization and mediapresence.
China 2009, Chinese with English subtitles, about 1 hour

Infos zu Barrieren beim Zugang zur W23

Mittwoch, 22. Mai 2013: Blockupy Frankfurt

Wann kriegst du die Krise?
Die Wirtschafts- und Finanzmetropole Frankfurt am Main blockieren und vor allem internationale Solidaritätdemonstrieren – unter diesem Motto ruft auch in diesem Jahr das Blockupy-Bündnis zu europäischen Tagen des internationalen Protests gegen das Krisenregime der Europäischen Union auf. Im Rahmen der Informationsveranstaltung informieren wir über die Ziele, Beweggründe und das Programm von Blockupy sowie den Stand der Mobilisierung. Darüber hinaus können interessierte Menschen sich für eine gemeinsame Anreise vernetzen und Bustickets für die Anreise aus Wien kaufen. Wir freuen uns über rege Teilnahme und eine interessante Diskussion! Nähere Infos unter: wien.blockupy-frankfurt.org

Infos zu Barrieren beim Zugang zur W23

Mittwoch, 15. Mai 2013: Was dürfen wir überhaupt noch sagen...

In Zeiten der richtig verstandenen Political Correctness stellen sich mehrere Fragen: Wie können wir die Kritik an bestimmten Wörtern vermitteln, egal ob eigenen Kindern, Klient_innen der Bildungs- und Sozialarbeit oder der Öffentlichkeit im Fernsehen oder im Netz? Wie lässt sich Kritik an Begriffen formulieren ohne als Sprechverbot oder Gedankenpolizei aufgefasst zu werden? Warum sind manche Schimpfwörter nicht in Ordnung? Ist es okay, "Österreich, du Opfer!" zu schimpfen? Und nicht zuletzt wollen wir uns fragen: Wie können Linke eigentlich noch befriedigend schimpfen?

Inputs und offene Diskussion

Infos zu Barrieren beim Zugang zur W23