Mittwoch, 17. April; 20.00 Uhr: Transgender in Kuwait

Die binäre Geschlechterrollenverteilung ist auch am Golf allgegenwärtig, die Gesellschaft ist stark von der Geschlechtersegregation geprägt.
Unter Druck gerät dieses System derzeit weniger durch politische AktivistInnen, sondern eher durch jugendkulturelle Identitäten: boyat und dergleichen sind Phänomene die eine große öffentliche Diskussion nach sich zogen. Als boya bezeichnen sich junge Frauen, die sich männlich verhalten und kleiden. Ein informativer Abend zu Geschlechterrollen, sozialen Identitäten und der gesellschaftlichen Reaktion, insbesondere in Kuwait.

Input und Diskussion

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Mittwoch, 10. April 2013; 20.00 Uhr: Diktatorpuppe zerstört, Schaden gering. Kunst und Geschichtspolitik im Postnazismus

Buchpräsentation und Diskussion

Lisa Bolyos (Mitherausgeberin) und Katha Rhein (Initiative »Faites votre jeu!«)
Künstlerische Methoden sind eine Möglichkeit, in die Kontinuitäten des Nazismus einzugreifen oder an neuen Formen der Gedenkpolitik zu arbeiten. Die Initiative »Faites votre jeu!«, die im Buch vertreten ist, hat in Frankfurt/Main ein ehemaliges Gestapogefängnis und späteres Schubhaftgebäude in einen Ort der kulturellen und politischen Auseinandersetzung umgeformt. Katha Rhein wird von der Situation des mehrfachen Gedenkens erzählen, das an diesem Ort notwendig ist.

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Mittwoch, 3. April 2013; 20.00 Uhr: Gotof je! Er ist fertig!

Krise und Proteste in Slowenien und transnationale Perspektiven von unten!

Viele Länder Europas haben in den letzten Jahren die größten Sozialen Bewegungen der jüngeren Geschichte erlebt. In den letzten Monaten sind die Krisenproteste auch in "Osteuropa", wie in Slowenien, Bulgarien und Kroatien besonders heftig, offen ausgebrochen. In Slowenien gehen seit Monaten zehntausende Menschen gegen die korrupte Elite des Landes und deren Sparpolitik auf die Straße. Welche Ursachen für die Proteste gab es und was hat sich in den letzten Monaten - in Österreich kaum wahrgenommen - in Slowenien bewegt? Wo liegen die Gemeinsamkeiten und Differenzen dieser Bewegungen im europäischen Kontext? Welche transnationalen Perspektiven, wie das bevorstehende Treffen sozialer Bewegungen in Ljubljana-Maribor Mitte April oder die Blockupy-Aktionstage Ende Mai, eröffnen sich dies und jenseits der Grenze? Darüber werden wir mit David Brown (Aktivist aus Ljubljana) diskutieren.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Nähere Infos zum bevorstehenden Vernetzungstreffen der europäischen und mediterranen Bewegungen in Ljubljana-Maribor, vom 18. - 20. April, auch unter http://hubmeeting20a.wordpress.com

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Widerstand und gelebte Utopien

Widerstand und gelebte Utopien.
Frauenguerilla, Frauenbefreiung und Demokratischer Konföderalismus in Kurdistan

Das Buch basiert auf zahlreichen Interviews die von Aktivistinnen aus feministischen, antikapitalistischen und antifaschistischen Gruppierungen in Westeuropa mit Kämpferinnen und Aktivistinnen der Frauenbefreiungsbewegung in Kurdistan 2010 geführt wurden. Sie spiegeln die Utopien, Hoffnungen und Bedenken in einer Zeit wider, in der die kurdische Bewegung zwischen dem Aufbau einer alternativen Gesellschaft und dem Widerstand gegen die Vernichtungsversuche des türkischen Staates und seiner Verbündeten stand. Die Interviews wurden von einem Herausgeberinnenkollektiv aus Deutschland und Österreich als Buch herausgebracht. Es ist ein erstes umfassendes Buch in deutscher Sprache über die Frauenorganisierung und Frauenbefreiungsbewegung in Kurdistan und über die Entwicklung und neuen Perspektiven des kurdischen Befreiungskampfes aus der Sicht der Frauenbewegung.


am Di 26. März 2013, 20 h: Frauenveranstaltung zur Buchvorstellung im FZ
Währingerstr.. 59/6, 1090,
mit den Schwerpunkten Frauenguerilla, Frauenbefreiungsideologie und Internationalismus. Mitveranstalterinnen: Autonome Feministinnen und Lesben im FZ, Frauensolidarität, Avesta-kurdischer Frauenverein, Buchhandlung Chicklit

am Do 28. März 2013, 20 h: in der w23
Wipplingerstr. 23, 1010
Buchvorstellung mit den Schwerpunkten Demokratischer Konföderalismus in der Praxis und Internationalismus

Widerstand und gelebte Utopien. Frauenguerilla, Frauenbefreiung und Demokratischer Konföderalismus in Kurdistan. Herausgeberinnenkollektiv, Mezopotamien Verlag, 2012
(Zu bestellen bei ISKU unter isku@nadir.org)

Feministische Politik heute?

Am 19. März 2011 fand die größte Demonstration für Frauenrechte der zweiten Republik, organisiert von der Plattform 20000Frauen, statt. Rund um dieses Ereignis liegt nun in Buchform ein Reflexionsangebot über historische Hintergründe der Frauenbewegungen, deren widersprüchliche Perspektiven, deren Kämpfe um Öffentlichkeiten und deren schwierige (Binnen-)Konstellationen vor. Es geht also auch um Fragen politischer Bündnisse widersprüchlicher ‚Szenen’ und welche Probleme sich daraus ergeben. Wäre nicht trotz und wider alle Unterschiede ein gemeinsames Handeln zunehmend notwendig? Dieses nicht nur feministisch streitbare Thema kann u.v.a. bei der

Buchpräsentation: Frauen-Fragen. 100 Jahre Bewegung, Reflexion, Vision

mit Hilde Grammel und Birge Krondorfer diskutiert werden

Ort: Bibliothek von unten
Zeit: Di, 12.3.2013, 20 Uhr
Infos unter: www.bibliothek-vonunten.org

Mittwoch, 27. März 2013: Kein 10. Opfer?!

"Nationalsozialistischer Untergrund", Rechtsterror, Rassismus und die Rolle des Staates

Jahrelang haben die staatlichen Behörden die Existenz der Neonazigruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) nicht aufgedeckt, sie teilweise sogar gedeckt. Der Rassismus der Taten und der Arbeitsweise von Behörden gerät nur mühsam in den Blick. Es soll sowohl der historische als auch der aktuelle politischen Kontext des "Rechtsterrorismus" beleuchtet, dessen inhaltliche Entwicklungslinien aufgezeigt und versucht werden, auf einige der vielen offenen Fragen rund um den Komplex "NSU" Antworten zu geben.

Eine Veranstaltung mit Mitarbeiter_innen des apabiz Berlin, in Kooperation mit der Rosa Antifa Wien.

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Mittwoch, 20. März 2013: Rape Culture

Sexualisierte Gewalt und alltäglicher Sexismus

Der Begriff Rape Culture beschreibt Gesellschaftsstrukturen, in denen sexualisierte Gewalt und Vergewaltigungen normalisiert, entschuldigt oder gutgeheißen werden. Die Sexualisierung und Objektivierung von Frauen*, dass Bagatellisieren von sexualisierter Gewalt, im Victim-Blaming gipfelnd, wurde von Feminist_innen als Herrschaftsstruktur im Patriarchat (und in der Heterosexullen Matrix) beschrieben und bekämpft. Inwiefern taugt der Begriff der Rape Culture zur Erweiterung der Kritik medialer und sozialer Diskurse, wie etwa der #aufschrei Debatte und Gewaltschutzmaßnahmen? Und können radikale Feminist_innen damit praktisch was anfangen?

Inputs und Diskussion.

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Mittwoch, 13. März 2013: La Ballade des Sans Papiers

Filmabend

Die Dokumentation schildert den Kampf von illegalisierten Immigrant_innen in Frankreich von der Besetzung der Saint-Ambroise-Kirche im März 1996 durch 300 Afrikaner_innen bis zur brutalen Räumung der Kirche St. Bernard am 23. August 1996. Nach langen Jahren von bürokratischen Hürdenläufen, in ständiger Furcht vor Polizeikontrollen und dem stets prekären Leben in der Illegalität haben die "Flüchtlinge von St. Ambroise" beschlossen, das Versteckspiel aufzugeben und die Öffentlichkeit mit ihrer Existenz zu konfrontieren.

Frankreich, 1996, deutsche Fassung.

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Mittwoch, 6. März 2013: Gedächtnisort Frauentag

Der Internationale Frauentag ist nach wie vor einer, wenn nicht der zentrale "Feiertag" der Frauenbewegung. Als jährlich wiederkehrendes Ereignis manifestieren sich am Frauentag die jeweils aktuellen geschlechterpolitischen Positionen und Forderungen. An diesem Abend werden die vielfältigen Ursprungsgeschichten zum Frauentag erzählt, sowie angerufene Traditionen und etablierte Mythen diskutiert.

Vortrag und Diskussion mit Heidi Niederkofler.

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