Solidarität mit den Forderungen der Geflüchteten

Die Gruppen und Aktivist_innen der W23 solidarisieren sich mit den Aktionen und Forderungen der Geflüchteten, die derzeit mit einem Camp im Siegmund-Freud-Park in Wien gegen die rassistische Politik protestieren. Wir rufen dazu auf, das refugee camp und die Protestaktionen zu unterstützen. >>> Weiter lesen

26.12.20012 & 2.1.2013: Winterpause im que[e]r

An diesen beiden Mittwochen bleibt das qu[e]r geschlossen!

Mi., 19.12.2012; 20.00 Uhr: Gemeinsame Obsorge?

Im November wurde das neue Kindschafts- und Namensrecht beschlossen, das u.a. die Möglichkeit einer gerichtlich verordneten gemeinsamen Obsorge, beinhaltet. Dass die gemeinsame Obsorge auch gegen den Willen eines Elternteils, meist der Mutter, durchgesetzt werden kann, wird von vielen Expert_innen - Feministinnen, Kinderschutzzentren, Frauenhäusern, Richter_innen, Kinderpsychotherapeut_innen, u.a. - kritisiert. Schwere Bedenken gibt es auch gegen die sogenannte 'Abkühlphase', die eine vorübergehende Regelung bis zum richterlichen Entschluß festsetzt und damit die Konflikte und auch Gewaltbeziehungen in die Länge zieht. Wir diskutieren über die verschiedenen Aspekte und Auswirkungen der neuen Obsorgeregelung.

Hilde Grammel im Gespräch mit Brigitte Hornyik und Irene Wotruba.

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Mi., 12.12.2012; 20.00 Uhr: Geschichte und Praxis des Verfassungsschutz

Politischer Aktivismus war schon immer von Überwachung und Repression betroffen. Seit 2002 gibt es das BVT (Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung). Welche Rolle spielt diese Behörde in aktuellen Fällen wie dem TierschützerInnenprozess, unibrennt, J.A.I.B. und Anonymous?

Das Rechtsinfokollektiv informiert über Geschichte und Praxis des BVT mit anschließender Diskussion.

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Freitag, 7. Dezember 2012: FelS-Broschüren-Präsentation und Diskussion: Jobcenter-Untersuchung


Mit einer Arbeitslosenquote von zuletzt 16,4 Prozent liegt der Berliner Bezirk Neukölln weit über dem deutschlandweiten Durchschnitt. Auf rd. 320.000 Einwohner*innen kamen im Oktober 2012 hier ca. 24.000 registrierte Erwerbsarbeitslose. Das lokale Arbeitsamt - seit den Hartz-Reformen Mitte der 2000er-Jahre unter dem Namen "Jobcenter" bekannt - zählt damit zu den "größten Brötchengebern" des Bezirks: "Für unsere Einkommen hier entspricht es der Bedeutung, die VW in Wolfsburg oder FIAT in Turin haben". So steht es in der vor Kurzem erschienenen Broschüre "Macht mit, macht's nach, macht's besser!" geschrieben - um daran die Frage anzuschließen, welche Bedeutung dieser Institution hinsichtlich gesellschaftlicher Transformationsprozesse unter den Bedingungen der Gegenwart zukommt.

Bei einer theoretischen Erörterung dieser Frage wollten es die Herausgeber*innen der Broschüre aus dem Umfeld der Berliner Gruppe FelS (Für eine linke Strömung) allerdings nicht bewenden lassen. Im Kontext der sich manifestierenden Kapitalismuskrise begannen sie 2009 deshalb damit, das Jobcenter Neukölln zum Gegenstand einer sich als parteiisch und eingreifend verstehenden Untersuchung zu machen. Unter Rückgriff auf Ansätze und Methoden aus dem Bereich des "Community Organizing" bzw. der "Militanten Untersuchung" wurde so in den folgenden Jahren den Auswirkungen der sozialen Verunsicherung und Entrechtung im Alltag der Menschen nachgegangen. Darauf aufbauend sollten Selbstermächtigungs- und Widerstandsformen gegen Prozesse der Prekarisierung erprobt werden, um das Jobcenter als scheinbaren "Nicht-Ort" in den Fokus politischer Auseinandersetzung und Intervention zu rücken.

Im Dezember-PrekärCafé werden Aktivist*innen der Gruppe FelS ihre Broschüre "Macht mit, macht's nach, macht's besser!" präsentieren, in der Zwischenergebnisse der Jobcenter-Untersuchung gesammelt und aufgearbeitet sind. Über die Auseinandersetzung mit den hier entwickelten Ansätzen sollen so Perspektiven von sozialen Kämpfen in der Krise - jenseits der "Stellvertreterpolitik", aber auch jenseits einer "Politik in der ersten Person" - ausgelotet werden.

// Fr, 7. Dezember 2012
// "Macht mit, macht's nach, macht's besser!"  
// 18 Uhr: Suppe, Austausch und Vernetzung
// 20 Uhr: Broschüren-Präsentation und Diskussion
// Mit Aktivist*innen der Gruppe FelS (Berlin)
// Ort: W23 (Wipplingerstraße 23, 1010 Wien)
// Kooperationsveranstaltung mit der Bibliothek von Unten
// PrekärCafé: www.cafe.prekaer.at
// Bibliothek von Unten: www.bibliothek-vonunten.org
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// Mehr Infos:  
// FelS (Für eine linke Strömung): 
// Zusammen! gegen das Jobcenter Neukölln: 
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// PrekärCafé AVISO
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// Donnerstag, 13.12.2012, 19 Uhr  
// Vortrag und Diskussion: "Sozialpolitik neu denken"
// Mit Joachim Hirsch und Eva-Maria Krampe (links-netz.de)
// Ort: Amerlinghaus (Stiftgasse 8, 1070 Wien), Saal 4
// In Kooperation mit der Redaktion Grundrisse (grundrisse.net)
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Gegen den Abbau des Sozialstaates kämpfen, bedeutet oft, auf kritische Einwände gegen die Nachteile und Widersprüche der hiesigen Sozialstaatlichkeit zu verzichten. Dabei ist der disziplinierende, ausgrenzende und diskriminierende Charakter des Sozialstaates vielen bewusst oder aus eigener Erfahrung bekannt. "Voraussetzungen für das gute Leben aller zu schaffen, ist die Aufgabe von Sozialpolitik" - das ist im Gegensatz dazu der Grundgedanke des Konzepts "Sozialpolitik als Infrastruktur", das seitens der in Frankfurt lokalisierten Redaktion von links-netz.de entwickelt wurde. Präsentiert und zur Diskussion gestellt wird das Konzept an diesem Abend von Eva-Maria Krampe und Joachim Hirsch. Ihnen geht es darum, Sozialstaat radikal anders zu denken und eine Debatte darüber anzustoßen, wie Sozialpolitik unter kapitalistischen Bedingungen im Sinne eines "radikalen Reformismus" progressiv umgestaltet werden könnte.

Zu den Personen: Joachim Hirsch war Professor für Politikwissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main, Eva-Maria Kampe ist Wissenschaftlerin an der FH Frankfurt. Beide sind Mitglieder der Redaktion von links-netz.de, einem Forum zur Kritik von Gesellschaft und Politik in der Tradition eines undogmatischen Marxismus und der älteren Kritischen Theorie. 

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// PrekärCafé EMPFIEHLT
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// "We demand our rights! Wir fordern unsere Rechte!“
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// Sa, 24.11.2012
// ab 7 Uhr Treffpunkt in Traiskirchen bei Wien 
// 9 Uhr Protestmarsch nach Wien
// 16-18 Uhr Demo vor dem Asylgerichtshof (Laxenburgerstraße 36, 1100 Wien)
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In den letzten Wochen haben die Proteste von geflüchteten und asylsuchenden Menschen gegen die rassistischen und unmenschlichen Bedingungen europaweit zugenommen - und auch in Österreich rumort es zunehmend. Im Flüchtlingslager Traiskirchen bei Wien hat sich die Situation zuletzt derart zugespitzt, dass die Bewohner*innen kommenden Samstag ihren Protest durch einen Marsch nach Wien tragen werden. Wir erklären unsere Solidarität und rufen zur Teilnahme am Protestmarsch und an der anschließenden Demonstration vor dem Asylgerichtshof in Wien auf: Zeigen wir unsere Unterstützung! 

Mehr Infos und die Forderungen der protestierenden Flüchtlinge finden sich hier: http://no-racism.net/article/4274/

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// Bündnis "Wilder Wohnen"
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// Mi, 5.12.-Sa, 8.12.2012
// Aktionstage mit Workshops, Filmscreenings, Expeditionen u.v.a.m.
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In vielen Teilen der Welt sind die wuchernden Wohnkosten zum Gegenstand von Massenprotesten geworden. Auch die Situation in Österreich wird immer unerträglicher. Daher ruft ein breites Bündnis lokaler Housing Rights-Aktivist*innen aus Anlass von "90 Jahre Mietengesetz" für Anfang Dezember zu Aktionstagen gegen Gentrifizierung, Wohnungsspekulation, steigende Mieten und die Kommerzialisierung des öffentlichen Raums auf. 

Alle Termine und mehr Infos finden sich hier: http://wilderwohnen.blogsport.eu/

Mi., 5.12.2012; 20.00 Uhr: Der Widerstand und die Reaktion in Griechenland

Seit 2008 gerät Griechenland immer stärker in den Sog einer wirtschaftlichen und sozialen Krise. Die Arbeitslosigkeit hat sich seitdem verdreifacht und erreicht bei Jugendlichen inzwischen Werte von über 50%. Immer neue Einschnitte und Sparpakete sorgen für wachsende Schlangen vor Suppenküchen und es gibt zahlreiche Berichte von ArbeitnehmerInnen, die seit Monaten keinen Lohn erhalten haben. Der Widerstand gegen die Sparpolitik äußert sich in Generalstreiks, Besetzungen, zivilem Ungehorsam und heftigen Krawallen.
Seit Monaten mehren sich zudem die Berichte massiver rassistischer Gewalt - hunderte Menschen wurden dabei alleine heuer schwer verletzt. Verantwortlich für die pogromartigen Ausschreitungen ist die faschistische Bewegung "Goldene Morgenröte" (Chrisi Avghi), die auf steigenden Rückhalt in der Bevölkerung und im Polizeiapparat zählen kann und von der 1%-Partei binnen eines Jahres zur drittstärksten politischen Kraft des Landes aufgestiegen ist. Wie ist dieser rasante Aufstieg der extremen Rechten erklärbar und drohen Griechenland tatsächlich Zustände wie in der Weimarer Republik der 1920er-Jahre, wie es Regierungschef Antonis Samaras befürchtet?

Eine Veranstaltung zu den sozialen und politischen Entwicklungen der letzten Monate in Griechenland.

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