Mittwoch, 2. Mai 2012, 20h: Cafe Temelin Der (2.) Film

60 Jahre Befreiung, 50 Jahre Staatsvertrag, 10 Jahre EU-Mitgliedschaft - 2005 erlebte Österreich einen neuerlichen Schub an Geschichtsverzerrung und Chauvinismus, an Opfermythen und diversen rot-weiß-roten Identitätskonstruktionen. Das so genannte Jubiläumsjahr, hatte mit der Eventreihe 25 peaces seinen dilletantischen wie grausig geschichtspolitischen Rahmen abgesteckt. Die Aktionsplattform Cafe Temelin trat gegen die national-konservative Jubelmaschine an und bereiste den Westen der Republik. Von den Besuchen an Nazi Häusern, Denk- und Grabmälern zeugt der Film "25 (twentyfive) Hüsle Tour 2005".

Filmabend: Roadmovie, 38:31 Minuten

21. April, 19 Uhr: Soliparty für den Peršmanhof

Soli-Party für die Neugestaltung des Museums am Peršmanhof
[aka "Projekt SUMSI-BALL", Phase "Vorlauf"]
mit Film "Maršal", selbstgemachtem Honigschnaps, Cocktails, Tanzmusik, Antifa-Bingo mit tollen Preisen

Seit 1982 ist der Peršmanhof das einzige Museum Kärntens und Österreichs, das die Geschichte der slowenischen Volksgruppe in der Zeit des Nationalsozialismus erzählt und an den kärntnerslowenischen Widerstand und das Massaker an der Bauernfamilie Sadovnik erinnert. Seit einigen Jahren soll die bereits veralterte Ausstellung erneuert werden, jedoch fehlt wie immer das dafür notwendige Geld. Damit die neue Asustellung heuer eröffnet werden kann, fehlen dem Verein/Drustvo Persman noch einige Tausend Euro. Die kleine, aber feine Soliparty in der W23 soll der erste Schritt der Unterstützung sein, bei dem auch weitere Spendenaktionen und Aktivitäten ausgebrütet werden sollen!
Wir freuen uns auf dein Kommen!

Mittwoch, 25. April; 20.00 Uhr: Wem gehört die Kunst?

Die Debatten um geistige Eigentumsrechte sind nun endgültig - mit einiger Verspätung - im Kunst- und Kulturbereich angekommen. 2011 haben die meisten österreichischen Verwertungsgesellschaften die Kampagne "Kunst hat Recht" in Auftrag gegeben und mit deren Präsentation 2012 die Szenen zunächst einmal gespalten: In jene, die für immer restriktivere Rechtsdurchsetzung im Netz plädieren und in jene, die einen freien Zugang zu Wissen und Information als Grundlage jeder künstlerischen Arbeit begreifen. Wo steht die Diskussion jetzt, welche Allianzen haben sich ergeben und wie kann es weitergehen?
Vortrag und Diskussion mit Elisabeth Mayerhofer (IG Kultur Österreich)

Mittwoch, 18. April; 20.00 Uhr: Ban Marriage!

Ambivalenzen der Normalisierung aus queer-feministischer Perspektive

In den letzten vierzig Jahren lassen sich Entwicklungen beobachten, die zu einer Entstigmatisierung und gesteigerten gesellschaftlichen und rechtlichen Anerkennung lesbischer und schwuler Lebensweisen beitragen. Obwohl diese Normalisierungsprozesse einerseits neue Möglichkeitsräume und Rechte eröffnen, sind mit ihnen andererseits auch bestimmte Anpassungsleistungen und Ausschlüsse verbunden, so dass die Normalisierung stets begrenzt bleibt. Wir wollen den Blick daher im Rahmen der Buchpräsentation insbesondere auf homonationalistische Tendenzen und deren Verwobenheit mit Normalisierungsprozessen richten.

Buchpräsentation und Diskussion auf Deutsch und Englisch mit Marty Huber und Sushila Mesquita
Nähere Informationen zum Buch unter: http://zaglossus.biz/BanMarriage.htm

ENTFÄLLT!
Mittwoch, 11. April; 20.00 Uhr: Präsentation der ersten Ausgabe des "Crip Magazine"

Welches sind die Fluchtmöglichkeiten aus normativen Verhältnissen im Neoliberalismus? Durch die Figur des Freaks, welche keine Definition einer Norm erlaubt, von der sie abweicht und inkompatibel ist? Oder durch eine Gesellschaft von einander gleichwertig gegenüberstehenden Körper-Subjekten? All diesen Fragen stellt sich das "Crip Magazine". Eine Sammlung von Materialien und zugleich Ausstellung in Zeitungsformat im Widerspruch zu Norm/Abnorm-Kategorien und neoliberaler Imperative der Selbstführung. Schreiben ist eine Cyborg-Technik.

Präsentation mit Eva Egermann

Die Veranstaltung muss leider wegen Erkrankung entfallen! - Das que[e]r ist wie immer ab 18:30 geöffnet.

Mittwoch, 4.4.; 20.00 Uhr: Scheingeschichten und Heiratssachen

Was haben Rosa Luxemburg, Erika Mann und HeleneLieser gemeinsam? Sie konnten ihr Leben durch eineEheschließung zum Schein entscheidend verbessern. Auch heute versuchen Menschen unterschiedlicher Herkunft von der Institution Ehe zu profitieren. EineHeirat mit Österreicher_innen oder EU-Staatsangehörigen kann für Drittstaatsangehörige zur Legalisierung oder Absicherung ihres Aufenthalts oder zur früheren Erlangung der Staatsbürger_innenschaftführen. Doch seit 2006 ist das Eingehen einer sogenannten "Aufenthaltsehe" ein strafrechtliches Delikt. Paare, denen eine solcheunterstellt wird, werden von der Fremdenpolizei streng kontrolliert...

Vortrag und Diskussion mit Irene Messinger