Die europäische extreme Rechte nach Oslo

Buchpräsentation mit Bernhard Schmid am 2. März 2012 um 20 Uhr

Aus den Wahnvorstellungen wurde Wirklichkeit: Ein Attentäter, der gleichzeitig von fanatischem Moslem- und Einwandererhass und von einer Obsession gegen den "kulturellen Marxismus" angetrieben wurde, tötete über 75 Menschen in Oslo.

Seitdem ist die extreme Rechte in Europa aufgewirbelt. Der Niederländer Geert Wilders erklärte den Amoklauf zum "Rückschlag" für die von ihm so genannte "islamkritische" Bewegung. Auch die deutsche Webseite Politically Incorrect schaltete zum Teil auf Selbstkritik um.Andere Rechte dagegen erblickten in der Tat ein Fanal, einen flammenden Aufruf zur Aktion. In Frankreich verherrlichte ein früherer Wahlkandidat des Front National den Massenmörder von Oslo als "neuen Karl Martell" und fügte hinzu: "Andere werden folgen". In Österreich schloss die FPÖ einen Abgeordneten infolge seiner Reaktion aus.

Aber welches geistige Milieu in Europa hat solche Wahnideen hervorgebracht? Welche Rolle spielen ultrarechte Israelfreunde, Pseudofeministinnen und frühere Linke dabei? Und wie reagiert dieses Milieu auf die Vorwürfe "nach Oslo"?

zum Autor Bernhard Schmid: geboren 1971, seit fünfzehn Jahren in Paris lebend, Dr. iur., Jurist bei einer antirassistischen Organisation, nebenberuflich freier Journalist und Autor mehrerer Bücher, darunter »Algerien-Frontstaat im globalen Krieg?«, »Das koloniale Algerien«, »Der Krieg und die Kritiker« und »Frankreich in Afrika«.


Bernhard Schmid: Distanzieren, leugnen, drohen ; die europäische extreme Recht nach Oslo, ed. assemblage, 2011
Veranstaltungsort: Bibliothek von unten / w23 , 1010 Wien, Wipplingerstr. 23
Zeit: Freitag, 2.3.2012, 20 Uhr

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit folgenden Gruppen/Projekten statt:
  • Grundrisse

  • Malmoe

  • PrekärCafé

  • Bibliothek von unten