Mi., 5.12.2012; 20.00 Uhr: Der Widerstand und die Reaktion in Griechenland

Seit 2008 gerät Griechenland immer stärker in den Sog einer wirtschaftlichen und sozialen Krise. Die Arbeitslosigkeit hat sich seitdem verdreifacht und erreicht bei Jugendlichen inzwischen Werte von über 50%. Immer neue Einschnitte und Sparpakete sorgen für wachsende Schlangen vor Suppenküchen und es gibt zahlreiche Berichte von ArbeitnehmerInnen, die seit Monaten keinen Lohn erhalten haben. Der Widerstand gegen die Sparpolitik äußert sich in Generalstreiks, Besetzungen, zivilem Ungehorsam und heftigen Krawallen.
Seit Monaten mehren sich zudem die Berichte massiver rassistischer Gewalt - hunderte Menschen wurden dabei alleine heuer schwer verletzt. Verantwortlich für die pogromartigen Ausschreitungen ist die faschistische Bewegung "Goldene Morgenröte" (Chrisi Avghi), die auf steigenden Rückhalt in der Bevölkerung und im Polizeiapparat zählen kann und von der 1%-Partei binnen eines Jahres zur drittstärksten politischen Kraft des Landes aufgestiegen ist. Wie ist dieser rasante Aufstieg der extremen Rechten erklärbar und drohen Griechenland tatsächlich Zustände wie in der Weimarer Republik der 1920er-Jahre, wie es Regierungschef Antonis Samaras befürchtet?

Eine Veranstaltung zu den sozialen und politischen Entwicklungen der letzten Monate in Griechenland.

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