Mi., 19.12.2012; 20.00 Uhr: Gemeinsame Obsorge?

Im November wurde das neue Kindschafts- und Namensrecht beschlossen, das u.a. die Möglichkeit einer gerichtlich verordneten gemeinsamen Obsorge, beinhaltet. Dass die gemeinsame Obsorge auch gegen den Willen eines Elternteils, meist der Mutter, durchgesetzt werden kann, wird von vielen Expert_innen - Feministinnen, Kinderschutzzentren, Frauenhäusern, Richter_innen, Kinderpsychotherapeut_innen, u.a. - kritisiert. Schwere Bedenken gibt es auch gegen die sogenannte 'Abkühlphase', die eine vorübergehende Regelung bis zum richterlichen Entschluß festsetzt und damit die Konflikte und auch Gewaltbeziehungen in die Länge zieht. Wir diskutieren über die verschiedenen Aspekte und Auswirkungen der neuen Obsorgeregelung.

Hilde Grammel im Gespräch mit Brigitte Hornyik und Irene Wotruba.

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