Samstag, 17. Dezember, w23 soli-flohmarkt-party!

w23 soli-flohmarkt-party!

weils immer so viel spass macht gibt es auch dieses jahr wieder einen von den gruppen der w23 organisierte soli-flohmarkt-party! also kalender zücken und gleich den 17. dezember eintragen! neben klamotten, büchern, kitsch, kram, freak-stuff & allem was das weihnachtswahnsinn-gestresste-herz begehrt (last minute geschenke inkludiert  ) gibt's - wie es sich für eine vernünftige party gehört - auflegerei, happihappi und cocktails oder punsch (je nach wetter&laune)!

weil das noch nicht genug ist, gibt es auch noch revolutions-devotionalien aus dem shop vom anarchia-versand! also auf zum soli-shopping mit party-ambiente! fett im kalender markieren:

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Samstag, 17. Dezember - Beginn 17:00
in der w23 / wipplingerstr. 23 1010 wien (stenzeltown)
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Montag, 5. Dezember, PrekärCafé verreist nach Linz: "Imagine a world without borders..."

Achtung, Achtung: Das reguläre PrekärCafé am 6.12. entfällt somit in der Wipplingerstraße.

// Montag, 5. Dezember 2011, 19 Uhr
// Imagine a world without borders...
// Diskussionsabend zu (gewerkschaftlichen) Unterstützungsmöglichkeiten von/für un(ter)dokumentiert arbeitenden Migrant*innen
// Ort: Stadtwerkstatt Linz, Kirchengasse 4, A-4040 Linz/Urfahr
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EUropäische Arbeitsmarkt- und Migrationsregime haben in den letzten zwei Jahrzehnten eine Vielzahl an (rechtlichen) Kategorien hervorgebracht, die "(illegale) Migrant*innen" ohne bzw. mit eingeschränkten gesellschaftlichen Zugangs- und Teilhaberechten und -möglichkeiten produzieren. Vor diesem Hintergrund wurde "Kein Mensch ist illegal" zu einer zentralen Forderung zahlreicher antirassistischer Initiativen. Illegalität und damit Prekarität wird von Grenz- und Migrationsregimen produziert. Darin sind sich die meisten Aktivist*innen einig.

Doch wie stellen wir uns eine Welt ohne (nationalstaatliche) Grenzen vor? Und welche Unterstützungsmöglichkeiten von/für un(ter)dokumentiert arbeitenden Migrant*innen kann es angesichts dieser Forderung geben? Welche Möglichkeiten und  praktischen Erfahrungen der politischen Zusammenarbeit zwischen un(ter)dokumentierten Migrant*innen und Aktivist*innen ohne prekären Aufenthaltsstatus gibt es?

Über diese Fragen diskutieren wir mit Bridget Anderson (Kalayaan - justice for migrant domestic workers, London) und Norbert Cyrus (Hamburger Institut für Sozialforschung), die über ihre Erfahrungen in antirassistischen (Unterstützungs-)Netzwerken berichten werden.

// Veranstaltet wird der Diskussionsabend vom PrekärCafé, maiz - Autonomes Zentrum von & für Migrantinnen und dem Infoladen Treibsand. Mit Unterstützung der Grünen Bildungswerkstatt OÖ.

// Die Räumlichkeiten sind barrierefrei.
// Es wird Simultanübersetzung (Englisch/Deutsch) und leckere (vegane) Volxküche geben.


////// PrekärCafé EMPFIEHLT


// Konferenz:
// Un(ter)dokumentiert Arbeiten in Europa
// Montag, 5. Dezember 2011, 10 bis 17 Uhr
// Ort: Johannes Kepler Universität, Altenberger Straße 69, 4040 Linz (Uni-Center, 2. Stock, Repräsentationsraum G).
Die Konferenz widmet sich der Frage, wie die un(ter)dokumentierte Arbeit von MigrantInnen (abseits der problemorientierten Dichotomie "legal" - "illegal") wissenschaftlich, aber auch politisch als gesellschaftliches Phänomen begriffen werden kann. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos. Die Vorträge werden simultan ins Deutsche und Englische übersetzt. Die Räumlichkeiten sind barrierefrei. Weiterbildungsveranstaltung des Instituts für Soziologie der JKU und FORBA (Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt) in Kooperation mit der Arbeiterkammer Oberösterreich. Mit Unterstützung der Stadt Linz und des Landes Oberösterreich.
Mehr Info, Programm und Anmeldung: http://www.jku.at/soz/content/e134732/e143217

// Lesung und Diskussion:
// Ein unbequemes Leben. Cornelius Koch, Flüchtlingskaplan.
// Samstag, 3. Dezember 2011, 19 Uhr
// Ort: Café Sperlhof, Große Sperlgasse 41, 1020 Wien
Mit den Autoren Michael Rössler und Claude Braun. Diskussion über Schweizer Migrationspolitik, die Praxis des Kirchenasyls und (andere) antirassistische Interventionen. (Info zum Buch: http://www.zytglogge.ch/vorschau/braun_roessler-leben.html). Eine Veranstaltung in Kooperation von 1. März / Transnationaler Migrant_innenstreik, ksoe - Katholische Sozialakademie Österreichs und PrekärCafé.

// Wissensarbeit: Prekär: Organisiert
Broschüre von PrekärCafé, IG LektorInnen und WissensarbeiterInnen, Linkes Hochschulnetz und Squatting Teachers. Download: http://www.scribd.com/doc/68599322/wissensarbeit-prekar-organisiert

// IN ARBEIT - Neue Ausstellung im Technischen Museum Wien.
Mit einer Dokumentation von Streiks und sozialen Bewegungen in Österreich (u.a. 1. März – Transnationaler Migrant_innenstreik, Mayday, Streiks im 20. Jhdt in Österreich) und einer anbetungswürdigen (!) San Precario Statue. Info: http://www.technischesmuseum.at/ausstellung/in-arbeit

Sexismus und Linke Strukturen

|: Mittwoch, 2. November 2011

Auch linke Strukturen stehen nicht außerhalb des Patriarchats und damit nicht frei von Sexismen. Soweit so klar, aber: Immer wieder muss auf diesen Miss-/Umstand von Feministinnen aufmerksam gemacht werden. Problembewusstsein und Handlungsbereitschaft sind offensichtlich zwei verschiedene Paar Schuhe.
Wir wollen die vielfältigen Probleme diskutieren und Handlungsmöglichkeiten erarbeiten: Fehlende Bereitschaft feministische Kritik anzunehmen und darüber nachzudenken, körperliche Raumnahme, Die Rolle von Frauen* in gemischten Gruppen als "antisexistisches Gewissen", Verschieben antisexistischer Kritik wegen Stress, Diffamierung feministischer Kritikerinnen* als "übersensibel" oder "intrigant", wir sind doch alle queer: wo ist das Problem, männliche Dominanz und/oder (Un)Sichtbarkeit von Frauen* in gemischten Zusammenhängen sind mögliche Diskussionspunkte.

Offene Diskussion.

|: Veranstaltungsbeginn: 20 Uhr
|: geöffnet von 18:30-24:00 Uhr
|: Der Eintritt ist immer kostenlos!

ANARCHIVIEREN

BILDPUNKT / Zeitschrift der IG Bildende Kunst - Heftpräsentation am 25.11.2011 um 20 Uhr

Jeder Kanon schafft Ausschlüsse, alles Sammeln ist ein Privileg. Das Archiv ist einer der Orte, an und in dem diese politisch problematischen Prozesse stattfinden. Viele küstlerische Arbeiten der letzten Jahre haben sich ihnen gewidmet. Das Archivieren ist aber auch ein Um- und Neusortieren, das Installieren anderer Ordnungen. Es ist ein Aufheben, an dem Hegel seine Freude gehabt hätte, d.h. es bewahrt und schafft zugleich ab. Für den Zusammenhang von Kunstproduktion und sozialen Bewegungen stellt sich die Frage, was verwahrt und gescützt werden muss von der eigenen Geschichte, was muss überhaupt wie zum "Eigenen" gemacht werden und was sollte oder müsste sich einer Überschreibung oder Umschichtung ausetzen?

Mit dem Themenschwerpunkt "anarchiviern" ragt der BILDPUNKT nach herrschaftskritischen Verfahren - die vereinende Vorsilbe wie in Anarchie, der Abwesenheit von Herrschaft, deutet darauf hin - der bewahrenden Aneignung und damit auch der Frage nach küstlerischen Erinnerungs- und Geschichtspolitiken

Infos zu BILDPUNKT

elektronische Ausgabe der zuletzt erschienenen Hefte im Volltext


eine gemeinsame Veranstaltung der IGBILDENDEKUNST, des Archivs der sozialen Bewegungen / Wien und der Bibliothek von unten

Gender und Häuserkampf

Buchpräsentation und Diskussion am 15.11.2011 um 20 Uhr

Die Autor_innen zeichnen in dem Buch "Gender und Häuserkampf" die Diskussionen und Diskurse im Zusammenhang von Gender- und Häuserkämpfen von 1969 bis 2010, mit Schwerpunkt BRD und Westberlin, nach. Die "Politisierung des Privaten" als wichtige Errungenschaft der 68er- FrauenLesbenbewegung, führte zu einem Wandel der Betrachtungsweisen der Geschlechterverhältnisse innerhalb der radikalen (anti-autoritären) Linken, der Autonomen und der Häuser-Szene. Der "private" Lebensbereich des Wohnens wurde zum Austragungsfeld der Neuverhandlung der Geschlechterverhältnisse. Insbesondere die Felder der Reproduktionsarbeit, des Rollenverständnisses und des alltäglichen Sexismus in allen seinen Facetten, der Liebesbeziehung sowie sexualisierte Gewalt, Definitionsmacht/Definitionsrecht bestimmten und bestimmen den Frame der bis heute andauernden Auseinandersetzungen und Konflikte.
Insbesondere Wohnprojekte, Kommunen und kollektive Gemeinschaften besetzter oder ehemals besetzte Häuser und Wagenplätze werden da zum Spiegelbild dieser Auseinandersetzungen, Debatten, Diskussionen und Konflikte. So war eine sich entwickelnde eigenständige Organisierung autonomer FrauenLesben immer auch als Reaktion auf vorhandene sexistische Strukturen in den Häusern zu verstehen gewesen. Räume bzw. ganze Häuser/Wagenplatze wurden ausschließlich von FrauenLesben-QueerTrans sowie Tunten besetzt. 1973 in Frankfurt/Main wurde das erste Haus ausschließlich von Frauen besetzt. Die ab den 90er Jahren sich entwickelnden dekonstruktivistischen Debatten um Genderidentität, mit ihren Diskursen um Queer, Intersexualität, Transsexualität und Transgender, die sich auch in einem Teil der Häuserszene widerspiegeln, haben mit der Infragestellung der heteronormativen Geschlechternormen und der Geschlechterbipolarität u.a. zu einer Aufweichung festgefügter Kategorien wie Mann und Frau geführt. Die Abschaffung patriarchaler Strukturen und sexistischer/homophober Verhaltensweisen, also der entscheidenden Frage nach Macht und Dominanz, jenseits gewählter oder zugewiesener oder nicht „existenter“ Geschlechtsidentitäten, bleibt nach wie vor ein elementares Anliegen emanzipatorischer, herrschaftsfreier Politik – insbesondere in Häusern/Wagenplatzen und sogenannten Freiräumen.




amantine: "Gender und Häuserkampf. Genderspezifische Aspekte und anti-patriarchale Kämpfe in den Häuserbewegungen in der BRD und Westberlin", Unrast Verlag, 2011

eine gemeinsame Veranstaltung der Rosa Antifa Wien und der Bibliothek von unten