28.4. Diskussion: Verboten?!

Verboten?!
Diskussion zur Aktualität von Kontroll- Verdrängungs- und Verbotspolitik in Wien


Kontrollieren, Verdrängen, Verbieten - das scheint das aktuelle Motto der Stadt Wien zu sein. "ordnung und Sauberkeit" soll herrschen, so wohl die "Vision" der Stadtregierung. Mit dem Beschluss eines "Bettelverbots" im Wiener Rathaus (eingebracht von der SPÖ) wird unterstrichen wie diese Ordnung aussehen soll: Menschen die nicht ins "Stadtbild" passen, werden verdrängt und verjagt. Es ist so formuliert, dass beinahe jede_r Bettler_in zu hohen Geld- oder Freiheitsstrafen verurteilt werden kann. Darüberhinaus wurde beschlossen, alle "die eine erhebliche Verunsicherung" auslösen mit Repression zu konfrontieren, um sie noch leichter aus der (Innen)Stadt verdrängen zu können. Gemeint sind damit u.a. "Obdachlose", "verwarlost auftretende", etc.

Doch damit nicht genug: Weitere Pläne werden geschmiedet, so soll etwa Prostitution nur noch in ganz bestimmten Grätzeln zugelassen werden. Aber auch Parkanlagen sollen in Bälde wieder stärker reglementiert werden: Das sog. "Liegeverbot" wird wieder stärker durchgesetzt, während alljährlich durch touristisch-patriotische Events wie den Nationalfeiertag oder das Erntedankfest größere Schäden angerichtet werden, als durch liegen, sitzen und dergleichen jemals entstehen könnten, ...

Eine Tendenz die sich schon Seit Jahren abzeichnet, sich aber unter den Vorzeichen der bevorstehenden Wahl in voller Härte präsentiert. Wir wollen an dem Abend u.a. diskutieren gegen wen sich diese Stadtpolitik wendet. Was sind die Interessen dahinter? Und vorallem was können wir dem entgegensetzen?

hosted by Rosa Antifa Wien

21.4. Veranstaltung zu Charterabschiebung nach Nigeria

Achtung Programmänderung im que[e]r! Statt "Von Precrimes und Zweifeln - Ungleichheit im Rechtssystem" gibt es ein offenes Vorbereitungstreffen:

 
Charterabschiebung nach Nigeria verhindern!

Am 22.April2010 wird es wieder eine Charterabschiebung von Wien Schwechat nach Nigeria geben.

Abschiebungen gemeinsam verhindern!

Um mögliche Aktionen für den 22.April vorzubereiten, gibt es ein offenes Vorbereitungstreffen:

*Konkreter Informations- und Erfahrungsaustausch von Aktionen gegen Abschiebungen
*Überlegen von möglichen Strategien und Aktionen um diese auch gemeinsam umsetzen zu können
*Vernetzungsmöglichkeit von unterschiedlichen Zusammenhängen, Bezugsgruppen und Einzelpersonen

Vorbereitungs-/Vernetzungs-/Infotreffen am Mittwoch - 21.April 2010 pünktlich um 20Uhr


im Rahmen des que[e]r in der Wipplingerstraße 23, 1010 Wien

Am 8. April 2010 wurden bereits eine (ganztägige) Kundgebung am Wiener Flughafen organisiert, auch mehrere symbolische Aktionen fanden statt um die Abschiebepraxis sichtbar zu machen. Die Aktionen sollen in Anknüpfung zum Aktionstag am 23.10.09 eine längerfristige Strategie verfolgen, laut Meldungen gibt es alle 2 wochen CharterAbschiebungen nach Nigeria, und das noch mindestens ein halbes Jahr - dem gilt es entschlossen entgegen zu treten

Infos siehe hier: http://at.indymedia.org/node/17851 und http://at.indymedia.org/node/17850

Mittwoch, 14. April: Der §278a-Prozess - Erste Erfahrungen und Analysen

Anfang März startete am Landesgericht Wr. Neustadt der Prozess gegen 13 Tierschutz- bzw. Tierrechtsaktivist_innen, der Hauptvorwurf der Staatsanwaltschaft ist die Beteiligung an einer angeblichen "Kriminellen Organisation" nach §278a. Nach dem ersten Verhandlungsmonat wollen wir ein erstes Resümee ziehen: Worum ging’s bisher im Prozess, welche Einschätzungen gibt es, was sind die Erfahrungen der Angeklagten und der Antirep-Gruppe, welche Soliaktivitäten haben im letzten Monat stattgefunden und - nachdem der Prozess noch mindestens bis Herbst dauern wird – welche Möglichkeiten zur weiteren Unterstützung gibt es?!

Den Vortrag werden ein_e Angeklagte_r und ein_e Person von Antirep2008 halten und wir freuen uns auf Fragen und Diskussionsbeiträge!

Weitere Informationen zum §278a-Prozess gibt es auf antirep2008.tk!

Subversive(s) Bibliotheken(fest) am 23.4. im EKH

10 JAHRE ANARCHISTISCHE BIBLIOTHEKEN UND 16 JAHRE ARCHIV DER SOZIALEN
BEWEGUNGEN / WIEN SIND GRUND GENUG UNS ZU FEIERN!


tausende bücher, zeitschriften, plakate und themenordner in unseren
regalen dokumentieren, wofür linke und linksradikale bewegungen gekämpft
haben und es immer noch tun.
weil es wichtig ist: sich mit der eigenen geschichte und theorie
auseinanderzusetzen, orte zu schaffen, an denen gelesen, diskutiert und
gestritten wird, weil alles einmal anders war und nichts bleibt, wie es
ist.
nach so vielen jahren sammlerei, leserei, sortiererei, lachen, trinken,
weinen, nach rückschlägen und erfolgen, wollen wir feiern. ohne
unterstützung von anderen wäre vieles nicht möglich gewesen. dafür danke!

archiv der sozialen bewegungen / wien, bibliothEKH, Bibliothek von unten




SUBVERSIVE(S) BIBLIOTHEKEN(FEST)

ein fest der besonderen art findet statt. die "bibliothek von unten", das
"archiv der sozialen bewegungen" und die "hausbibliothEKH" haben sich
zusammengefunden, um mit ihren freund_innen, helfer_innen, nutzer_innen,
interessierten und allen, die sonst noch lust haben, das tanzbein zu
schwingen.

musikalisch unterstützt wird das ganze von
"cherry sunkist" - tanzbar bis experimentell rumpelnde elektro-beats (aus
laptop, gitarre, synths & drumcomputer) mit Cherry Sunkists
aggressiv-melancholischer stimme, die in bester Riot-Grrrl-Manier ihre
beschwerden über eine fremdbestimmte welt loswird.
(http://www.myspace.com/cherrysunkistmusic)

"pallawatsch" - "tanzbares zwischen tradition und interpretation" -
orientiert am osteuropäischen klezmer und verschiedenen musikalischen
einflüssen aus osteuropa und dem orientalischen raum, spielen pallawatsch
jiddische lieder mit wunderschönen und teilweise ungewöhnlich schrägen
melodien, die zum tanzen nur so mitreissen.
(http://www.myspace.com/pallawatschklez)
und

auflegerei von "club socialismo tropical".


zur leiblichen stärkung gibt's borschtsch und zirrrrbe und in den tiefen
der nacht werden schließlich noch einzigartige buch-rarities versteigert.
bis konzertbeginn (ca. 21:30) gibt's begrüßungscocktails zum einstimmen.


in diesem sinne:
schmeißt euch in Frack & Fummel, macht auf der Bühne Licht, tanzt bis der
Schuppen wackelt und zusammenbricht!!

Mittwoch, 7. April 2010: Selbstverständlich ist das nicht!

Von Streiks, Infrastrukturarbeit und solidarischem Zusammenleben

Ein Bar-Streik eines anarchistischen Kollektivs thematisierte einen wichtigen, manchmal vernachlässigten Teil des Zusammenlebens und -arbeitens in der linksradikalen Szene: Wie kann solidarisches Miteinander in der Szene gestaltet werden? Gerade Infrastruktur-erhaltende Arbeit ist oft aufreibend, immer wieder deprimierend, verlangt Kontinuität und wird leider viel zu oft übersehen oder/und ignoriert. An diesem Abend wollen wir u.a. diskutieren, wie mensch vorbeugen kann, dass wir alle nicht wieder in mehr oder weniger unsolidarische Konsument_innen-Rollen verfallen und Dinge für selbstverständlich annehmen, die es nicht sind.

PC#13: Dienstag, 6. April 2010: Undokumentiertes Arbeiten und Gewerkschaften

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// PC#13: Dienstag, 6. April 2010
// 18 Uhr: Treffpunkt und Austausch
// 20 Uhr: Veranstaltung: Undokumentiertes Arbeiten und Gewerkschaften
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Im Rahmen des PrekärCafé #13 wollen wir gemeinsam mit Aktivist*innen
österreichischer Gewerkschaften sowie des "AK undokumentierte Arbeit" bei
ver.di Berlin-Brandenburg über Möglichkeiten eines gewerkschaftlichen
Engagements im Bereich undokumentierter Arbeit diskutieren - und darüber zur
Initiierung einer allgemeinen Debatte zum Thema in Österreich beitragen.

Referent*innen:

// Bárbara Miranda ("AK undokumentierte Arbeit" / ver.di Berlin-Brandenburg)
// Lukas Neißl & Kathrin Niedermoser (Gewerkschaftsjugend-Aktivist*innen)
// Linda Sepulveda-Urrejola (work@migration / GPA-DJP)

Lohnarbeit ohne jede Form der sozialen Absicherung und rechtlichen
Regulierung, verheerende Arbeitsbedingungen und Überausbeutung bis hin zu
Fällen von Lohnbetrug und Übergriffen seitens der Vorgesetzten: Das, was wie
eine Beschreibung von Zuständen in Fabriken zu Beginn der Industrialisierung
klingt, ist auch innerhalb der kapitalistischen Zentren für viele Menschen
bis heute Realität. Migrant*innen, denen aufgrund ihres Aufenthaltsstatus
der Zugang zu den formellen Sektoren des Arbeitsmarkts versperrt ist und die
sich deshalb in seinen informellen Sektoren verdingen müssen, scheinen sich
in einer Grauzone aus völliger Willkür und Rechtlosigkeit zu bewegen. Formen
des Widerstands und der Gegenwehr sind zwar alltäglich, werden jedoch durch
ihre Positionierung in der gesellschaftlichen Arbeitsteilung, ebenso wie
durch ihren prekären Aufenthaltsstatus massiv erschwert. Und vielfach macht
es den Eindruck, als wären die "undokumentierten Arbeiter*innen" in ihren
Arbeitskämpfen zwangsläufig auf sich gestellt und isoliert von
gewerkschaftlichen Strukturen der Interessenvertretung und -artikulation.

Dass dem nicht so sein - und dass auch das Arbeiten in der Informalität
nicht zwangsläufig Willkür und Rechtlosigkeit bedeuten - muss, zeigen neuere
Entwicklungen in Deutschland. Dort hat die Vereinigte
Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in jüngster Zeit in Kooperation mit
zivilgesellschaftlichen Organisationen und Einrichtungen an mehreren
Standorten gewerkschaftliche Anlaufstelle für Menschen ohne gesicherten
Aufenthalt eingerichtet, um Beratung in sozial- und arbeitsrechtlichen
Belangen und Unterstützung bei der Durchsetzung von Rechten anzubieten.