17.3.2010, 20:00: Neue Väter braucht das Land?

Am 30. Oktober 2009 rief die Väterrechtsbewegung hierzulande, allen voran die Vereine "Vaterverbot", "Väter ohne Rechte" und die "Österreichische Männerpartei", zum zweiten Mal zu einer Demonstration auf. Die rechtskonservativen Inhalte der frauenfeindlichen Väterbewegung stehen allerdings kaum im Fokus linksradikaler Kritik. Die Frage, ob es den aktuellen Väterrechtlern wirklich so stark um "ihre Kinder" geht, stellt sich bereits bei der genaueren Betrachtung ihrer Forderungen. Diese geben vor, sich um "Väter, die keine Besucher sein wollen" zu handeln, drehen sich aber großteils um die finanzielle Absicherung beziehungsweise Besserstellung des Vaters und das wohl klarerweise auf Kosten derer, die momentan angeblich "zu viel" bekommen würden.

Film, Vortrag und Diskussion

http://raw.at/queer/programm/mar2010.htm#l3

16.3.2010, 19:30: Verschlüsselungs Workshop

Unsere Kommunikation wickeln wir über emails ab, unsere privaten fotos und ein haufen anderer daten werden von unseren computern beherbergt. Aber was ist, wenn ein notebook verloren geht, oder mails von einer anderen person gelesen werden als die, für die sie bestimmt waren? Ist uns das recht? Was können wir dagegen tun? Verschlüsselung ist die devise!
wenn ihr euren rechner_innen eine schöne verschlüsselung gönnen oder endlich pgp verwenden wollt, dann schaut vorbei! wir schauen uns _gemeinsam_ an wie das so funktioniert mit der email- oder festplatten-verschlüsselung - und setzen es bei bedarf auch gleich um.
deswegen packt eure rechner_innen (hoffentlich in mobiler form - sonst wirds heavy ;-) ) ein und macht mit!

was wir tun könnten: linux und windows, email und externe medien (usb-stick, externe festplatte) verschlüsseln und was uns sonst noch so einfällt :)

wichtig: macht bitte (in eurem eigenen interesse) ein _vollständiges_ backup von euren daten! meisten klappt alles ganz gut, aber es kann immer was schief gehen. deswegen sorgt bitte selbst dafür, dass keine daten verloren gehen!

>> http://techbabbel.raw.at/2010-03.html#va03-16

10.3.2010, 20 Uhr: Workshop Demosanis/Strassenmedizin

Die Repression mit der wir bei politischen Aktionen und Demos konfrontiert sind geschieht auch durch direkte gewaltsame Angriffe von Seiten der Bullen auf unsere körperliche, gesundheitliche und psychische Integrität. Eine Möglichkeit der diesbezüglichen praktischen Selbsthilfe sind Demosanitäter_innen.

Wir werden an diesem Abend nicht nur einige konkrete aktionsbezogene Erste Hilfe Tipps besprechen und Üben, sondern uns auch der Frage widmen, welche Ideen, Konzepte und Erfahrungen zur selbstorganisierten Straßenmedizin es gibt.

Lernt Erste Hilfe - bildet Demosani-Banden!

25.3.: Gemachte Differenz - Kontinuitäten biologischer "Rasse"-Konzepte

Gemachte Differenz - Kontinuitäten biologischer "Rasse"-Konzepte

Buchvorstellung und Diskussion mit einigen von der Berliner AG gegen Rassismus in den Lebenswissenschaften


Donnerstag, 25.3. um 19:30 - W23, Wipplingerstraße 23 (stiege halb runter), 1010 Wien,
eintritt frei

Das Konzept der "Rasse" wird seit einigen Jahren in den Biowissenschaften wieder vermehrt verwendet. Dies geschieht trotz und gegen die unzähligen Kritiken, die einen Bezug auf den Begriff eigentlich ausschließen sollten. Mehr noch: der Boom der Genetik hat neue Formen der biologischen Unterscheidung von Menschen entlang von "Rasse" produziert. Auch wenn die Sozialwissenschaften darauf verweisen, dass rassifzierte Unterschiede immer häufger mit "kulturellen Differenzen" begründet werden, sind gleichzeitig biologische "Rasse"-Modelle weiterhin virulent. Dies macht eine kritische Analyse und Diskussion dazu dringend notwendig.

Die Autor_innen von "Gemachte Differenz" beschäftigen sich mit wissenschaftlichen "Rasse"-Konzepten in ihrer historischen Entwicklung vom Kolonialismus bis in die Gegenwart. Sie untersuchen die Konjunktur rassistischer Forschungsprojekte in den heutigen Biowissenschaften sowie die wissenschaftliche Herstellung dieser Konzepte. Wichtige Bezugspunkte sind dabei die sozialkonstruktivistische sowie postkoloniale Theorie, die kritische Weißseinsforschung, die feministische Naturwissenschaftskritik und Ansätze der Wissenschaftssoziologie. Der Band gibt damit einen Überblick über die Kritik an Kontinuität, Reetablierung und Modernisierung von "Rasse" in den biowissenschaftlichen Disziplinen.

AG gegen Rassismus in den Lebenswissenschaften. 2009. Gemachte Differenz. Kontinuitäten biologischer "Rasse"-Konzepte. unrast Verlag
http://aggr.org

Organisiert von noborder vienna | noborder@lnxnt.org | http://stopdeportation.blogsport.de

3.3.: TransGender-Rechte -- Ende der Rechtsstaatlichkeit?

TransGender-Rechte -- Ende der Rechtsstaatlichkeit?

Obwohl der Verwaltungsgerichtshof vor nunmehr schon einem Jahr
festgestellt hat, dass genitalanpassende Operationen keine Bedingung
fuer die Personenstandsaenderung von Transsexuellen sein duerfen, wurde
bislang allen nicht-Operierten die Anerkennung ihres gelebten
Geschlechts verweigert. Das Innenministerium pfeift -- zuletzt gestuetzt
vom Justizministerium -- auf den Rechtsstaat! Zugleich soll es ein neues
Transgender-Gesetz ausarbeiten. Oesterreichs TG-Gruppen haben sich schon
laengst auf einen gemeinsamen Vorschlag geeinigt.

Eine Darstellung der Prozessentwicklung von Eva Fels & Jo Schedlbauer
(TransX Vorstand)

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Ort: que[e]r. Wipplingerstrasse 23, 1010 Wien (vor dem Haus die Treppe
hinunter)
Veranstaltungsbeginn: 20 Uhr, geoeffnet von 18:30-24:00 Uhr

Der Eintritt ist immer kostenlos!!!

Treffen für Betroffene von Verwaltungsstrafen (Kessel/nowkr)

4.3.: Treffen für Betroffene von Verwaltungsstrafen (Kessel)

Am Donnerstag, den 4. März, wird es ein öffentliches Treffen für alle Betroffenen von Verwaltungsstrafen im Zuge der Kesselung am Christian-Broda-Platz geben. Das Treffen wird um 18:00 Uhr in der Wipplingerstraße 23, 1010 Wien stattfinden.
Es wird in erster Linie um rechtliche Beratung und (mögliches) kollektives Beeinspruchen der zu erwartenden verwaltungsrechtlichen Strafen aus dem Kessel gehen. Weiters wird rechtskundig über weiteres Vorgehen im Zuge des Beeinspruchungsverfahren informiert, ebenso wird es Einschätzungen zum rechtlichen Lage der ganzen Sache geben.

Betroffene von Strafrechtsanzeigen mögen sich bitte direkt an die Rechtshilfe (rhwien[ät]riseup.net) wenden und einen individuellen Termin zur Besprechung ihres Falls ausmachen! Das kann im Rahmen des Treffens am 4. März nicht bewerkstelligt werden.

Im Zuge der Dokumentation der Geschehnisse auf der und um die Demostration am 29.1. herum würden wir Menschen, die an diesem Abend Videomaterial aufgenommen haben, bitten dieses auf dieses Treffen mitzubringen. Das Material soll Menschen, die von Repression betroffen sind – wenn möglich – entlastend zu Gute kommen, sowie die Polizeieskalation bestmöglich festhalten.
Das Material wird selbstverständlich vertraulich behandelt.

18:00 Uhr in der Wipplingerstraße 23, 1010 Wien

http://nowkr.wordpress.com/