Neue Bücher in der Bibliothek - von unten!

Pünktlich zur Aktionswoche gegen Überwachung gibts auch eine Reihe Neuzugänge zum Thema!
Reinsschnuppern und rumblättern könnt ihr während den Veranstaltungen im Rahmen der Aktionswoche - da sind sie auf einem Büchertisch immer mit dabei. Danach sind sie bei uns entlehnbar.

  • Kontrollverluste: Interventionen gegen Überwachung von Leipziger Kamera - Initiative gegen Überwachung
  • Angriff auf die Freiheit: Sicherheitswahn, Überwachungsstaat und der Abbau bürgerlicher Rechte von Ilija Trojanow und Juli Zeh
  • Little Brother (Gebundene Ausgabe)
  • Die Online-Durchsuchung: Rechtliche Grundlagen, Technik, Medienecho (TELEPOLIS) von Burkhard Schröder und Claudia Schröder
  • 1984.exe - Gesellschaftliche, politische und juristische Aspekte moderner Überwachungstechnologien (Science Studies) von Sandro Gaycken und Constanze Kurz
  • Die Sicherheitsgesellschaft... Soziale Kontrolle im 21. Jahrhundert von Tobias Singelnstein und Peer Stolle
  • Bild - Raum - Kontrolle. Videoüberwachung als Zeichen gesellschaftlichen Wandels von Leon Hempel, Jörg Metelmann
  • Das Ende der Privatsphäre: Der Weg in die Überwachungsgesellschaft von Peter Schaar
  • Mensch.Nummer.Datensatz: Unsere Lust an totaler Kontrolle von Hans G. Zeger

viel Spass beim lesen wünscht eure Bibliothek - von unten!


Öffnungszeiten der Bobliothek - von unten:
jeden Mittwoch und Freitag 17:00 - 20:00

http://www.bibliothek-vonunten.org
read - resist - rebel - revolt

aktuelle politische und soziale Bewegungen im Iran

Dienstag 29. 9. 2009: 
aktuelle politische und soziale Bewegungen im Iran

Veranstaltung mit Hassan A., Exiliraner, Politik- und Sozialwissenschafter, Aktivist in London, Mitbegruender “Solidarity council for struggle in Iran”, Mitarbeiter bei Noborder.

Einleitend:
-1979 persönliche Erfahrungen
Shariagesetze und Frauen
Gewerkschaften
Massentötungen 1988
wirtschaftliche Verarmung
Frauenbewegung, Jugendbewegung, unabh. ArbeiterInnenbewegung
Arbeitslosenbew., Menschenrechtsbew., Nationalistenbew., direkte Aktionen
Massenproteste seit Wahlbetrug Juni 09, Verhaftungen, die gruene Bewegung und die Opposition, hoffend auf Sturz des Regimes

Zeit: Di, 29.09.2009 um 19.00 Uhr
Ort: Bibliothek von unten,

Wipplingerstraße 23, 1010 Wien (die Stiege runter zum Tiefen Graben) / W23

http://www.bibliothek-vonunten.org
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Filmabend "Meine Daten und ich"

Filmabend "Meine Daten und ich"

eine Veranstaltung der Bibliothek - von unten
Freitag, 2.10.2009 um 20:00 in der W23


Im Rahmen der Überwachungswoche zeigt die Bibliothek von unten den Film "Meine Daten und ich", der sich mit Überwachung und Datensammlung durch
Staat, Banken, Konzerne, Arbeitsamt... beschäftigt. Der Film geht auf aktuelle Entwicklungen in Deutschland ein und versucht Darstellungen von beiden Seiten zu bringen. Dabei stößt er jedoch immer wieder an die Grenzen von Informationsbereitschaft seitens der Überwacher_innen.
Da die ersten 15 Minuten nur dem Selbstdarstellungsdrang des Filmemachers dienen und thematisch nicht relevant sind, zeigen wir eine leicht gekürzte Fassung des Films (der im Anschluss aber in der Bibliothek ausgeborgt werden kann).

Meine Daten und ich, D., 2009, R.: Philipp Eichholtz

Tor: Anonymität online

Vortrag/Diskussion/Workshop - Tor: Anonymität online

hosted by tech:babbel
Donnerstag, 1.10.2009 um 17:00 in der W23


Inzwischen gehört es zu unserem Alltag, im Netz Nachrichten zu lesen, uns Informationen zu beschaffen, Kontakte zu pflegen, zu arbeiten u.v.m. Dabei hinterlassen wir eine Menge Spuren. Tor ist eine freie Software und ein offenes Netzwerk, das dir hilft dich gegen eine Analyse deiner Verbindungsdaten - eine Form der Überwachung von Netzwerken - zu schützen und damit deine persönliche Freiheit und Privatsphäre.

Warum gibt es Tor? Was ist denn das und wie funktioniert es? Wo ist der Einsatz sinnvoll und wovor kann Tor nicht schützen?

Dies und mehr wollen wir klären, deswegen laden wir alle die sich anonym im Netz bewegen wollen zum Tor Vortrag mit anschließender Diskussions-/Frage-/Praxisrunde ein (natürlich sind auch eure notebooks herzlich willkommen ).

[K]ein absurdes Theater - §278a

eine Veranstaltung der Basisgruppe Tierrechte (BAT) im que[e]r
Mittwoch, 30.9.2009 um 20:00 in der W23


[K]ein absurdes Theater - §278a

Lesung aus den Akten und anschließende Soli-Party für die nach §278a angeklagten Aktivist_innen

Die Ermittlungen nach §278a Strafgesetzbuch - Mitgliedschaft oder Gründung einer kriminellen Vereinigung - gegen die Tierschutz-, Tierrechts- und Tierbefreiungsszene wurden jahrelang mit exzessiven Überwachungsmethoden geführt. Wir werden aus den Akten lesen: Unterhaltsames, Absurdes, Erschreckendes und werden damit Einblick in Überwachungs- und Ermittlungsmethoden geben.

Anschließend Soli-Party für die nach §278a angeklagten Aktivist_innen!

Diskussion: Überwachung, Kontrollen und soziale Normierung

Ob in der U-Bahn, auf der Straße oder auch beim Einkaufen: Überwachungskameras sind mittlerweile beinahe schon allgegenwärtig geworden. Gefilmt wird, was das Zeug hält, was mit all diesen Bildern passiert, ist in den meisten Fällen ebenso unklar wie die Frage, wer hier eigentlich warum eine Kamera angebracht hat. Doch welche Auswirkungen hat diese Form der Dauerüberwachung auf die Gesellschaft, wie sehr verändert sich das Verhalten unter dem wachsamen Auge von Behörden und Privaten? Wie stark ist die soziale Normierung, die Kameras mit ihrer impliziten Repressionsdrohung produzieren? Oder führt gar ein Gewöhnungseffekt dazu, dass die Kameras einfach nicht mehr wahrgenommen werden - und so auch ihren Schrecken verlieren?

All diesen und weiteren Fragen zu den Mechanismen der Überwachung soll in einer offenen Diskussionsrunde nachgegangen werden.

Wann: Mittwoch, 09. September 09 / 20:00

Die Bibliothek - von unten

Die "Bibliothek - von unten" wurde im Jänner 2000 (damals unter dem Namen Volxbibliothek) gegründet und umfasst mittlerweile schätzungsweise 5.000, größtenteils linke und linksradikale Bücher, die aus den diversen Eigenheimen herausgeholt und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.

"Die Bibliothek - von unten" legt ihren Schwerpunkt auf linke und linksradikale Politik, Gesellschaftskritik, alternative Lebensentwürfe, d.h. auf marginalisierte Themenbereiche. Es gibt ein breites Angebot an Literatur zu den Themen Antifaschismus, Anarchismus, Nationalsozialismus, feministischer und antirassistischer Politik, zu sozialen Bewegungen, Sozialismus & Kommunismus und vieles mehr. Wir verstehen uns als Ergänzung zu anderen Bibliotheks- und Archivprojekten (Frauensolidarität, die namenlose Bibliothek, Archiv Stichwort, Archiv der Sozialen Bewegungen des 20. Jahrhunderts, etc.)

Das Projekt ist ein Versuch, öffentlich schwer erhältliche Informationen, Theorien und Fakten auch Menschen mit wenig Geld oder jenen, die überhaupt keine Mittel zum privaten B ücherkauf haben, zur Verf ügung zu stellen, und so mit unserer Auswahl so viele Menschen wie möglich für linkes und alternatives Gedankengut zu interessieren. Auch sollte durch die angebotene Literatur eine stärkere Auseinandersetzung mit den eigenen Theorien, Utopien und ihrer Kritik angeregt werden.

Seit 2006 sind wir im ersten Bezirk in der Wipplingerstraße 23 zu finden, wo wir gemeinsam mit dem Archiv der sozialen Bewegungen des 20. Jahrhunderts und dem Que[e]r bemüht sind, einen Freiraum und alternative Informations- und Kommunikationsstrukturen abseits vom Mainstream zu schaffen.

Abgesehen davon, dass ihr einfach zum Schmökern vorbeischauen könnt und wir euch gerne bei der Literaturrecherche behilflich sind, organisieren wir Buchpräsentationen (in naher Zukunft evtl. auch Lesekreise), versuchen Neuerscheinungen zu den oben angeführten Themen zu erwerben, um sie euch zur Verfügung zu stellen und veranstalten jeden ersten Freitag im Monat einen Filmabend.

Unsere Öffnungszeiten:
Mittwoch u. Freitag von 17.00 - 20.00 Uhr

Achtung: geänderte Öffnungszeiten während der Sommermonate:
Mittwoch von 17.00 - 20.00 Uhr

Das Archiv der sozialen Bewegungen / Wien

Seit 1994 existiert das Archiv der sozialen Bewegungen / Wien. Bis 2005 befand es sich im Ernst-Kirchweger-Haus. Nunmehr ist es in die Räumlichkeiten der Wipplingerstraße 23 übersiedelt.

Das Archiv hat sich zum Ziel gesetzt, eine repräsentative Sammlung der publizierten Stimmen aus den Bereichen linker Öffentlichkeit und Gegenöffentlichkeit aus dem deutschen Sprachraum aufzubauen.

Der Schwerpunkt liegt auf dem Wiener Raum seit den späten 60er Jahren bis heute, sogar einiges aus der Nachkriegsära ist vorhanden. Aber auch sehr viele wichtige Periodika und Dokumentationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind zu finden.

Die Inhalte der über 140 Laufmeter füllenden Periodika informieren über sämtliche Ereignisse, Fragen, Thematiken, Diskussionen und theoretischen Anstrengungen linker Zusammenhänge und sozialer Bewegungen seit mehreren Jahrzehnten.

Thematisch weiter ausgebaut durch Medienrecherche sind Schwerpunkte zu Antisemitismus, Häuserkampf, Repression, Antifaschismus, Opernball, Ebergassing, Feminismus und Rassismus. Darüber hinaus hat sich im Laufe der Jahre ein ansehnliches Flugblätterkonvolut angesammelt und auch eine größere Plakatsammlung konte angelegt werden.

Das Archiv ist inzwischen das größte, nichtinstitutionelle und eigentlich einzige Archiv in Österreich, das umfassend Materialien zu linken und linksradikalen Themen besitzt und sammelt. Viele dieser Periodika sind teilweise schwer oder gar nicht in Österreich erhältlich und oft auch in keiner Bibliothek vorhanden. Deshalb bietet sich das Archiv der sozialen Bewegungen auch ideal als Ort der Recherche zu Themen an, die anderswo nur sehr mangelhaft oder einseitig dokumentiert sind.

In unregelmäßigen Abständen finden im Archiv auch Veranstaltungen zu Theorie und Praxis emanzipatorischer Kritik statt.

Erreichbarkeit:

1010 Wien, Wipplingerstraße 23 (unter der Brücke)

mailto: archiv.wien@gmx.at

Öffnungszeiten:

Mittwoch u. Freitag, 17 - 20 Uhr